• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

BILDUNG: Schülern die Heldin Schindler nahegebracht

22.11.2008

VAREL Die in Argentinien lebende Journalistin Erika Rosenberg hat jetzt vor Schülern des Lothar-Meyer-Gymnasiums Varel über Emilie Schindler, der Ehefrau des durch den Spielberg-Film weltbekannt gewordenen Oskar Schindler, referiert. In ihrem Vortrag erfuhren die Zuhörer mehr über Emilies Herkunft, ihre Erfahrungen in der Ehe mit Oskar Schindler und die Entstehung von „Schindlers Liste“.

Rosenberg bemühte sich besonders, den Anteil von Emilie Schindler herauszustellen, die – und das würde in Spielbergs Film ausgeblendet – genauso wie ihr Mann Oskar ihr Leben einsetzte, um über 1300 Juden während der nationalsozialistischen Herrschaft vor dem Tod zu retten. Die persönlichen Zeugnisse Rosenbergs erlaubten neue Einblicke in den Charakter und die sehr widerspruchsvoll verlaufende Lebensgeschichte Schindlers.

Dass gerade Erika Rosenberg, die in Buenos Aires geborene Journalistin und Buchautorin, mit der Herausgabe und Kommentierung des Schindler-Nachlasses betraut wurde, mag wenig überraschen. Als Mitautorin der Autobiographie Emilie Schindlers („In Schindlers Schatten“), hat sie sich in Deutschland einen Namen als Schindler-Biographin gemacht. Die wie Rosenberg in Argentinien lebende Emilie Schindler übertrug ihr dazu die Rechte, sämtliche Unterlagen über Schindler schriftstellerisch zu verwerten. Davon hat die Autorin, wie der Vortrag zeigte, reichlich Gebrauch gemacht. Die Bandbreite der von Rosenberg ausgewählten, kommentierten und thematisch gebündelten Fundstücke reicht von sehr lebendigen Briefen Oskar Schindlers an Freunde in aller Welt, an Organisationen, Behörden, Firmen und Banken bis hin zu faksimilierten Geschäftsbilanzen, Vermögensverzeichnissen, Urkunden und Lageskizzen der Schindlerschen Deutschen Emailwarenfabrik (DEF) in Krakau. Ergänzend wurden im LMG Fotos an die

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Leinwand projeziert. Viele dieser „Schindler-Juden“ bewahrten ihren Retter nach dem Krieg vor dem völligen existenziellen Ruin und setzten sich für entsprechende offizielle Würdigungen seiner Rettungstaten während des Krieges ein.

Emilie Schindler lebte nach dem Krieg, jahrzehntelang fast völlig vergessen, in Argentinien. Nach einem Leben in großer Armut erhielt sie erst sehr viel später als ihr Mann, finanzielle Unterstützung und offizielle Ehrungen besonders von israelischer und deutscher Seite. Indem Erika Rosenberg über Emilie Schindler berichtete, erfuhren die konzentriert zuhörenden Schüler einen Einblick in die Schreckensherrschaft der Nazionalsozialisten aus ihrer Sicht. So gelang es Rosenberg ganz unprätentiös die Heldin Emilie Schindler als Mensch nahezubringen – eine Heldin, von der viele glauben, dass sie im Schatten ihres Mannes stand und damit ein nicht untypisches Frauenschicksal erlitt.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.