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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Beruf: Landwirtin ist Beste ihrer Klasse

14.10.2017

Schweinebrück Wenn Antje Eilers am Morgen ihre Arbeit auf dem Hof beginnt, checkt sie erstmal die Computer. Der Melkroboter in der Gruppe der Hochleistungskühe und der Futterroboter im Kälberstall lesen jede Menge Daten aus – wer sie versteht, kann genau sehen, wie es den Tieren geht, ob eine Kuh vielleicht eine Euterentzündung entwickelt oder ein Kalb seine Fressgewohnheiten ändert. Das zu überblicken, ist eine der Aufgaben, die Antje Eilers managt. Und das auf zwei Höfen: Im vergangenen Jahr haben sie und ihr Mann Jens seinen Betrieb mit dem von Antjes Eltern zusammengelegt und eine GbR gegründet.

Das ist ein großer Schritt, denn jetzt hat der gemeinsame Betrieb mehr als 200 Milchkühe und ebenso viel Jungvieh, außerdem 180 Hektar Land. Damit alles Hand und Fuß hat, hat die 34-Jährige beschlossen, nicht mehr länger „mitarbeitendes Familienmitglied“ zu sein, sondern von Beruf Landwirtin zu werden. Zwei Jahre lang hat die zweifache Mutter dafür die Abendkurse der Landwirtschaftskammer in Wehnen besucht. Jetzt hat sie die Abschlussprüfung als Beste ihres Kurses mit der Spitzennote 1,19 abgeschlossen.

Voraussetzung für diese Ausbildung ist es, mindestens fünf Jahre in der Landwirtschaft tätig gewesen zu sein. Das kann Antje Eilers toppen: Sie ist auf dem Milchviehbetrieb ihrer Eltern groß geworden. Trotzdem hat sie nach dem Abitur erstmal einen ganz anderen Weg eingeschlagen. Sie hat eine Ausbildung zur Orthopädietechnikerin gemacht. Dann kamen die Kinder: erst die mittlerweile zwölfjährige Raja, dann der jetzt neunjährige Michel.

Antje Eilers traf die Entscheidung, Arbeit und Privatleben zu verbinden, indem sie die Landwirtschaft zu ihrem Beruf macht. „Es ist einfach toll, mit der Familie auf dem Hof zu leben und zu arbeiten. Es ist immer jemand da für die Kinder.“ Papa Jens Eilers findet das auch: „Man hat auch die festen Rituale, das gemeinsame Essen zum Beispiel.“ Außerdem können die Eltern dann immer für ihre Tochter da sein. Raja ist an Mukoviszidose erkrankt.

Doch bis man sich Landwirt nennen darf, ist es ein weiter Weg. Zu der Ausbildung gehören zum Beispiel viele Lehrgänge. „Besonders musste ich noch lernen, Maschinen wie Schlepper und Pflanzenspritze zu bedienen. Das hat schon Zeit gebraucht“, sagt die 34-Jährige. Auch, wenn sie das jetzt kann, ist die Arbeit auf dem Land bei Familie Eilers doch eher Männersache. „Am liebsten bin ich im Stall bei den Kühen.“ Und die Arbeit mit den Tieren ist eben nicht nur Ställe misten und füttern, sondern erfordert eine ganze Menge Fachkenntnis, und die will gelernt sein.

Sandra Binkenstein Varel / Redaktion Friesland
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