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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Fliesenpresse durchs Dach gehievt

23.11.2019

Schweinebrück 85 Tonnen Gewicht, 5000 Tonnen Presskraft und 1,4 Millionen Euro Anschaffungskosten. Die Firma Röben Tonbaustoffe, die in ihrem Werk in Schweinebrück ausschließlich Bodenfliesen herstellt, hat in die Anschaffung ihrer neuen Feinsteinzeugpresse einiges investiert. Angeliefert wurde sie von der Firma SACMI per Schwertransport aus dem italienischen Imola. Der Aufwand war und ist jedoch nicht nur wegen des Transports ganz beträchtlich.

„Die neue Presse ist wesentlich größer als die alte“, sagt Werksleiter Rainer Hackbarth. „Darum mussten wir das alte Fundament entfernen. Das alleine hat 14 Tage gedauert. Und die Arbeiten für das neue Fundament dann noch einmal zweieinhalb Wochen.“

Um die alte Fliesenpresse abtransportieren zu können, musste außerdem das Werkhallendach geöffnet werden. „Dann haben wir das Dach wieder geschlossen und als die neue Presse kam, wurde das ganze Prozedere wiederholt“, erzählt Rainer Hackbarth. Mittlerweile steht die neue Maschine, mit der Tongranulat per Druck zu Fliesen gepresst wird, in der Werkhalle.

Bis zur geplanten Inbetriebnahme am 16. Dezember müssen nun noch einige Installationsarbeiten – zum Beispiel der Hydraulik – geleistet werden, damit das neue Gerät auch genügend Druck aufbauen kann. Während die alte Presse „lediglich“ 1700 Tonnen Presskraft besaß, drückt die neue sogar mit 5000 Tonnen.

Dies ist nötig, weil sie größer ist und die Kraft daher auf mehr Fliesenformen verteilt wird: „Während wir mit der alten, 36 Tonnen schweren Presse pro Hub beispielsweise nur eine Fliese mit den Maßen 30 mal 60 Zentimeter produziert haben, kommen bei der neuen pro Hub vier dieser Fliesen heraus. Und bei Fliesen mit den Maßen 30 mal 30 sind es statt drei Fliesen acht“, erklärt Rainer Hackbarth.

Auch die Maßhaltigkeit der Platten werde laut Werksleiter Rainer Hackbarth besser. „Bei der alten Maschine lag jede Plattenform auf einer eigenen Ölwaage, damit der Druck gut verteilt wird. Bei der neuen Presse liegen alle Formen zusätzlich auf einer gemeinsamen Ölwaage. Dadurch wird der Druck noch besser verteilt und die Maße der Fliesen werden noch genauer eingehalten.“

Es gibt aber auch einen Nachteil: „Wir haben insgesamt drei Pressen“, sagt Rainer Hackbarth. „Normalerweise können immer zwei davon laufen und eine für ein neues Produkt umgerüstet werden. Das fällt natürlich zurzeit flach.“

Das Werk in Schweinebrück ist Stammsitz der Röben-Gruppe, die in sechs Werken in Deutschland, drei Werken in Polen und fünf Werken in den Vereinigten Staaten von Amerika produziert. Die Produktpalette beinhaltet dabei Klinker, Klinkerriemchen, Dachziegel und Bodenkeramik. Weltweit beschäftigt die Gruppe rund 1200 Mitarbeiter. In Schweinebrück sind 50 Mitarbeiter in der Produktion beschäftigt, außerdem arbeiten 40 Mitarbeiter in der Verwaltung.

Florian Mielke Volontär, 1. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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