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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

QUERELEN: Schwere Verwerfungen im DRK Jever

19.01.2010

JEVER Es gärt es im DRK-Kreisverband Jeverland: Im vergangenen September waren Jevers Altbürgermeisterin Margot Lorentzen als 2. Vorsitzende und Torsten Borchardt als Schatzmeister wegen Querelen im Vorstand zurückgetreten. Seitdem brodelt die Gerüchteküche. Die Rede ist von einer rechtlich nicht einwandfreien Position der neuen Schatzmeisterin Barbara Steinbach, davon, dass Kreisgeschäftsführer Gerd Carls mit einem Hausverbot belegt wurde und seine Stelle verlieren soll, es heißt, dass der Vorstand durch sein Agieren Arbeitsplätze in Gefahr bringt und ein Pflegenotstand droht.

Tatsächlich gibt es Stimmen im DRK-Kreisverband, die den Rücktritt des 1. Vorsitzenden Rainer Schimunek fordern, um „Schaden vom DRK abzuwenden“. Wie aus DRK-Kreisen verlautete, habe Schimunek in diesem Zusammenhang mit Klagen wegen Nötigung gedroht. Nach Lautwerden der Vorwürfe gegen Schimunek im vergangenen Oktober hatte auch der Präsident des DRK-Landesverbands Oldenburg, Dieter Holzapfel, seinen Rücktritt gefordert (die NWZ berichtete).

Streit um Neuwahl

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Nach NWZ-Informationen haben sich bereits Personen gefunden, die bereit sind, den künftigen DRK-Vorstand zu bilden. Allerdings, so wird beklagt, verweigere Schimunek die Einberufung der Kreisversammlung und damit die Vorstands-Neuwahl. Deshalb werden bei den DRK-Mitgliedern Unterschriften gesammelt, denn laut Satzung kann die Kreisversammlung auch von einer anderen Person als dem Vorsitzenden einberufen werden, wenn mindestens zehn Prozent der Mitglieder dies wünschen.

Doch zunächst tagt an diesem Dienstag der Kreisvorstand, dann soll der Vorsitzende erneut zum Rücktritt aufgefordert werden.

„Ich sehe keinen Anlass zum Rücktritt“, betonte Vorsitzender Rainer Schimunek am Montag auf Nachfrage der NWZ. Allerdings „klebe“ er nicht an seinem Ehrenamt: „Auch meine Leidensfähigkeit ist irgendwann erschöpft.“

Die Situation beim DRK Jeverland sieht er als „fürchterliche Gemengelage“, die durch einen neuen Vorstand kaum bereinigt werden könne. Da ist auf der einen Seite die Entwicklungsstrategie des DRK „2010 plus“, die von den Verbänden einfordert, sich auf die Kernaufgaben zu konzentrieren. „Wir sind seit einigen Jahren dabei, den Kreisverband danach auszurichten“, sagt Schimunek: „Unser Ziel ist, das DRK zukunftssicher und finanziell stabil aufzustellen.“ Dazu gehört nicht nur eine mögliche Fusion mit dem Kreisverband Wilhelmshaven in der Fläche, sondern auch die enge Zusammenarbeit mit den Kreisverbänden Wilhelmshaven, Wittmund und Friesische Wehde, um die Pflegeangebote des DRK auszubauen. Angedacht ist dazu die Gründung einer gemeinnützigen GmbH.

Persönliche Reibereien

Doch diese Neuausrichtung stößt nicht im gesamten Kreisverband Jeverland auf Gegenliebe: „Es gibt offene Ablehnung – und zwar von den Leuten, die mich loswerden und einen neuen Vorstand initiieren wollen“, weiß Schimunek. Und das mache die andere Seite der Gemengelage aus: Persönliche Befindlichkeiten, üble Nachrede und Unterstellungen sowie anonyme Vorwürfe.

Dabei sei derzeit viel notwendiger, die Finanzstruktur des Kreisverbands komplett zu überarbeiten: Am Jahresende hatte die „Treuhand“ die Bücher geprüft und Schimunek zufolge erhebliche Mängel zutage gebracht. „Zurzeit bekommen wir keinen Jahresabschluss 2009, den brauchen wir aber, um den Haushalt 2010 aufzustellen“, erklärt er. Die Mängel sieht er in der Verantwortung des Geschäftsführers. „Es besteht keine Basis mehr für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit“, bestätigte Schimunek, dass Carls möglicherweise den Hut nehmen muss.

Der Vorsitzende widersprach dem Vorwurf, er verweigere eine Kreisversammlung und Neuwahlen: „Wir brauchen das Mitgliedervotum im April oder Mai schon allein wegen des Haushalts“, betonte er. Seine Amtszeit ende allerdings erst am 26. Oktober 2010, daran würde laut Satzung auch die Wahl eines neuen Vorstands nichts ändern. „Es wäre dringend nötig, dass der mögliche neue Vorstand das Gespräch sucht“, so Schimunek.

Von den Kritikern des Kreisvorstands wollte niemand namentlich zu dem Konflikt Stellung nehmen. Sie fürchten eigenen Angaben zufolge Repressalien und berufliche Nachteile.

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Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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