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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Mobilität: So funktioniert das Projekt Bürgerbus

11.03.2017

Neuenburg 300 Bürgerbusse fahren in Deutschland, 50 in Niedersachsen: Wenn es richtig gemacht wird, ist das Projekt ein Erfolgsrezept. Das sagte Jens Rowold, Vorsitzender des Bürgerbus-Vereins Westerstede, am Donnerstagabend in Neuenburg. Im Schloss stellte er das Projekt bei der Sitzung des Arbeitskreises Mobilität der Lokalen Agenda 21 Varel und der Familien- und Kinderservicebüros des Landkreises vor.

Das Interesse war breitgefächert: Bürger, Schülervertreter Dominik Helms, Helmut Tetz von der Dorfgemeinschaft Grabstede, Bürgermeister Heiner Lauxtermann, Heike Langediers vom Kreislandfrauenverband sowie Jannick Thomas und Tjark Ahlers vom Jugendparlament Zetel waren nur einige der Gäste im Schloss.

In Westerstede gibt es seit 2010 den Bürgerbus, und Jahr für Jahr fahren mehr Menschen damit. Im kleinen Ort Halsbek (900 Einwohner) zum Beispiel fährt der Bürgerbus täglich 13 Mal ab, in Ihausen (460 Einwohner) fährt er sechs Mal die Haltestelle an.

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Aber damit das Projekt Bürgerbus funktioniert, müssten die Fahrpläne gut durchdacht sein. „In Hude ist der Bürgerbus gescheitert, weil die Fahrpläne nicht dem Bedarf entsprachen“, sagte Rowold. „Der Fahrplan ist wichtig für den Erfolg.“

Außerdem ist ehrenamtliches Engagement gefragt: 10 bis 20 ehrenamtliche Fahrer braucht ein Bus, so dass sich die Fahrer abwechseln können und es keine Engpässe gibt. Damit alles passt – die Anbindung an das vorhandene Nahverkehrsnetz und die Integration in den VBN-Tarifverbund, die Kalkulationen, die Werbung und die ganze Organisation – bräuchte ein Bürgerbus-Verein Know-how und viele aktive Helfer.

Das Wissen, wie man einen Bürgerbus auf die Beine stellt, sei vorhanden – zum Beispiel in Westerstede. Doch jemand müsse sich „die Bürgerbus-Mütze aufsetzen“ und alles in die Hand nehmen. In Westerstede sorgt vor allem Jens Rowold, beruflich selbstständiger ÖPNV-Berater, für die professionelle Umsetzung und damit für den Erfolg. Aber er gebe sein Wissen gerne weiter.

Der erste Schritt auf dem Weg zum funktionierenden Bürgerbus-Projekt sei ein eingetragener Bürgerbus-Verein. Die Anschaffungskosten für den Bus könnten durch Zuschüsse gedeckt werden. Im weiteren Verlauf finanziert sich das Projekt durch Fahrgeldeinnahmen, Werbe- und Umsatzeinnahmen.

Das Wichtigste aber sei: „Sie müssen die Leute motivieren, und das ist möglich. Es steckt viel Potenzial in den Bürgern“, sagte Rowold.

Das Fazit von Marion Borchardt von der Lokalen Agenda: „So ein Bürgerbus ist eine tolle Sache, ich war von dem Vortrag beeindruckt. Aber es ist eben auch etwas, das man nicht mal eben so umsetzen kann.“

Der nächste Schritt beim Projekt Mobilität im Südlichen Friesland ist die Gründung von Arbeitsgruppen, die sich mit den Möglichkeiten, die Mobilität zu verbessern, beschäftigen. Dazu gehören neben dem Bürgerbus auch der Rufbus, die Mitfahrbank, der Dorfflitzer, Car-Sharing und Mitfahrzentralen. Alle, die mitarbeiten wollen, treffen sich am Mittwoch, 5. April, 18 Uhr, im Dienstleistungszentrum in Varel.

Sandra Binkenstein Varel / Redaktion Friesland
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