• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Sorge um Zukunft Hooksiels

14.07.2014

Hooksiel Leerstehende Häuser würden in Hooksiel häufig verkauft und zu Ferienwohnungen umfirmiert. Da seien dann im Winter die Rollläden unten. Gleichzeitig sei die Zahl der neu eingeschulten Kinder von 270 in den vergangenen Jahren auf aktuell 68 gesunken. „Der demografische Wandel hat Folgen“, sagte der Wangerländer Ex-Bürgermeister Dietrich Gabbey am Freitag im Gästehaus Hooksiel. Dort stellten er und Günter Schmöckel ihre 13 Thesen zur weiteren Entwicklung von Hooksiel vor, um sie mit interessierten Dorfbewohnern zu diskutieren.

Rund 50 Anwesende sorgten für eine mehrstündige lebhafte Debatte. Gabbey und Schmöckel sind gegen neue Wohngebiete für den Zuzug von außerhalb, zukünftige Bautätigkeiten hätten sich auf die Schaffung von touristischen Entwicklungsprojekten zu konzentrieren, der historische Ortskern sei über eine Veränderungssperre zu schützen und Alleinstellungsmerkmale für den Ort zu entwickeln. „Was können wir leisten und wo geht die Entwicklung hin?“, fragte Schmöckel zu Beginn.

Er und Gabbey wollten wissen, ob auch andere wie sie denken würden. Man müsse miteinander und nicht übereinander reden, das Wir-Gefühl reaktivieren und jetzt aktiv werden. Eine Abstimmung über ihre Thesen gab es nicht. Stattdessen wurde am Ende vereinbart, sich im Herbst erneut zu treffen.

„Dort, wo Geld verdient wird, geschieht am wenigsten“, sagte Gabbey. In den vergangenen Jahren sei Stillstand in Hooksiel eingekehrt.

Eine Gegenthese stellte Pastor Stefan Grünefeld auf. „Wir sind jetzt schon ein altes Dorf“, sagte er. Wenn man nun jungen Familien nicht mehr die Chance gebe, nach Hooksiel zu ziehen, stelle sich auch die Frage, wer denn künftig in Vereinen oder in der Feuerwehr aktiv sei.

Dörfliches Wohnen sei immer einer Veränderung unterlegen, die Abschottung „ein problematisches Zeichen nach außen“, sagte der Seelsorger. „Wir sind nicht gegen Zuzüge, wir wollen nur keine Prachtbauten und neue Wohngebiete, die im Winter leer stehen“, bekam er zur Antwort.

Die Industrie könne auf der anderen Seite tun und lassen, was sie wolle, stellte ein Diskussionsteilnehmer fest. Er spielte auf Bestrebungen der Deutschen Flüssigerdgas Terminal Gesellschaft (DFTG) an, die einen Schiffsanlegers für Tanker mit bis zu 215 000 Kubikmeter Ladevolumen und Tanks in Wilhelmshaven plant. Das wirke sich auf die touristische Infrastruktur in Hooksiel aus und behindere die Entwicklung.

„Das Ansiedlungsvorhaben der DFTG ist von der Gemeinde ebenso zu bekämpfen wie die nahe Hooksiels geplante Einleitung von Abwassern der Kaliindustrie“, hieß es.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.