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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Sorgsamer Umgang mit Müll zum Schutz der Meere

13.05.2015

Hooksiel Müll im Meer ist ein Riesen-Problem – und zwar nicht nur sichtbarer Müll wie Reste von Plastiktüten, zerrissene Fischernetze oder Schrott, sondern auch so genannter Mikromüll: Das sind winzigkleine Kunststoffteilchen, die übers Abwasser in die Meere gelangen.

Das so genannte Mikroplastik ist deshalb so gefährlich, weil es von den Kleinorganismen sowie den Fischen und anderen Lebewesen des Meeres aufgenommen wird und dadurch in die Nahrungskette gelangt.

Dass Vögel, Meeressäuger und Fische qualvoll verenden, wenn sie im Wasser treibende größere Plastikteile verschlucken oder sich in Netzen und Schnüren verfangen, darüber klärt der Naturschutzverband Mellumrat mit Sitz in Varel seit 25 Jahren auf. Mellumrats-Vorsitzender Dr. Thomas Clemens hat sich am Montagabend im Künstlerhaus Hooksiel gemeinsam mit Dr. Gerald Millat von der Nationalpark-Verwaltung Niedersächsisches Wattenmeer und Dr. Barbara Scholz-Böttcher vom Institut für Chemie und Biologie des Meeres der Uni Oldenburg in einem Werkstattgespräch mit Künstler Knut Reinhardt ausgetauscht.

Künstlerhaus-Leiterin Renate Janßen-Niemann hatte dazu unter dem Motto „Schöner blauer Ozean – du schmeckst nach Plastik“ eingeladen. Der Bezug zur aktuellen Ausstellung „RobArt“ von Knut und Ingrid Reinhardt: Sie zeigen zwei Ozean-Bilder im Künstlerhaus; zum einen den tiefblauen, sauberen Ozean, zum anderen den mit buntem Plastik vermüllten. „Ich hätte nicht geglaubt, dass das Thema ,Müll im Meer‘ jemals gesellschaftsfähig wird“, sagte Clemens:

Dass das Thema inzwischen überall diskutiert wird, sieht er genau wie sein Kollege Millat als ersten Schritt zur Lösung des Problems: Wichtig sei, dass jeder bei sich selbst anfange und beginne, sorgsam mit Müll umzugehen, zu sammeln und zu recyceln. Auch für Barbara Scholz-Böttcher ist das der richtige Ansatz: „Wir müssen damit beginnen, Kunststoffe bewusst als Werkstoff einzusetzen und nicht als billiges Wegwerf-Material zu verwenden.“

Die Nationalpark-Verwaltung hat gegen die Vermüllung der Nordsee die Aktion „Fishing for litter“ gestartet: Fischer sammeln den Müll, den sie als Beifang in ihren Netzen finden, in speziellen Behältern, statt ihn zurück ins Meer zu werfen (die NWZ  berichtete). „In zwei Jahren kamen dabei rund sechs Tonnen Müll zusammen“, berichtete Millat.

Melanie Hanz
Agentur Hanz
Redaktion Jever
Tel:
04461 965311

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