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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

„Saubere Küche ist das A und O“

13.02.2019

Steinhausen „Junge Verbraucher kennen sich mit Lebensmitteln einfach nicht mehr richtig aus. Da ist das so eine Sache mit der Küchenhygiene“, sagt Professor Dr. Eberhard Haunhorst. Der Präsident des Niedersächsischen Landesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) war am Dienstag beim Politischen Frühstück der Senioren-Union Friesland zu Gast.

Rund 50 Zuhörer waren in die Altdeutsche Diele gekommen, um zu hören, was Professor Haunhorst über den Umgang mit Lebensmitteln zu sagen hatte. Denn das Laves ist zwar dafür zuständig, dass die Lebensmittel sicher produziert und gehandelt werden. Aber ihr gefährliches Infektionsrisiko entfalten Lebensmittel viel häufiger in der Küche als in der Produktion. Der Experte rät: „Die Verbraucher sollten sich unbedingt damit auseinandersetzen, wie sie mit den Lebensmitteln zu Hause umgehen.“ Auf den Verpackungen seien in der Regel Hinweise zum Umgang abgedruckt.

Prof. Dr. Eberhard Haunhorst

Zwar sei für ältere Menschen eine gute Küchenhygiene selbstverständlich. Aber auch die Mitglieder der Senioren-Union hatten Fragen an den Laves-Präsidenten. Zum Beispiel: Wie sicher ist das „Sous-vide-Garen“? Dabei handelt es sich um eine moderne Garmethode, bei der die Speisen im Vakuum mit Niedrigtemperatur gegart werden. Professor Haunhorst sagt: „Das kommt auf die Speisen an. Geflügel sollte unbedingt mit einer sehr hohen Temperatur zubereitet werden.“ Schweinefleisch benötige nicht so hohe Temperaturen und auch Rindfleisch könne sanft gegart werden. Aber: Wenn Keime im Fleisch sind, tötet man sie bei weniger als 40 Grad nicht ab. „Bei weniger als 40 Grad besteht die Gefahr, dass die Keime eher bebrütet werden und sich vermehren.“

Der Referent

Professor Dr. Eberhard Haunhorst ist Präsident des Landesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves). Er sprach am Dienstagmorgen auf Einladung der Senioren-Union in der Altdeutschen Diele in Steinhausen über den richtigen Umgang mit Lebensmitteln.

Und wie steht es mit rohem Fleisch, etwa Hackepeter? „Ich esse das gerne“, sagt Professor Haunhorst. „Aber was den Verzehr von rohem Fleisch angeht, besteht immer ein Restrisiko. Da gibt es auch eine gewisse Eigenverantwortung des Verbrauchers.“

Grundsätzlich gelte in der Küche: Sauberkeit ist das oberste Gebot. Messer, Besteck, Schneidbretter und andere Gerätschaften in der Küche müssen nach dem Kontakt mit rohem Fleisch, Geflügel, rohen Eiern, Fisch und Meerestieren sowie rohen pflanzlichen Produkten gründlich gereinigt werden. Wichtig sei auch eine lückenlose Kühlkette. Außerdem beginne die Lebensmittelsicherheit schon beim Einkauf: Lebensmittel in beschädigten oder aufgeblähten Verpackungen sollte man gar nicht erst kaufen.

Aber wie lässt sich der ganze Plastikmüll vermeiden, wenn es doch vom hygienischen Standpunkt aus so wichtig ist, dass die Lebensmittel gut verpackt sind? Auch diese Frage kam aus dem Publikum beim Politischen Frühstück der Senioren-Union. Plastikmüll lässt sich nur vermeiden, wenn man ein eigenes Gefäß zum Metzger oder an die Käsetheke mitbringt. Das aber ist aus hygienischen Gründen nicht erlaubt. Professor Haunhorst sagt: „Dass man etwas gegen die Verpackungsflut tun muss, ist uns allen klar. Aber lose Ware ist vom hygienischen Standpunkt her bedenklich. Wir vom Laves tun viel dafür, dass die Bestimmungen vereinfacht werden, aber das ist eben schwierig.“

Sandra Binkenstein Varel / Redaktion Friesland
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