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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Vortrag: „In den Schulen Verbraucher von morgen aufklären“

24.02.2018

Steinhausen  Der Amtstierarzt Dr. Michael Bucher arbeitet mit 14 Kollegen für den Zweckverband Veterinäramt Jade-Weser in Jever, er ist täglich auf großen und kleinen Bauernhöfen unterwegs, überwacht Tiertransporte und Schlachtungen, zum Beispiel in Wilhelmshaven. Donnerstagabend berichtete er vor dem Gesprächskreis für gesunde Ernährung und Lebensführung in Bockhorn (GELB) in der „Altdeutschen Diele“ in Steinhausen über seine beruflichen Erfahrungen.

Die industrielle Tierhaltung in der Landwirtschaft sei immer ein Thema, „Technik überall“. Der ökologische Landbau nehme aber zu, sagte der Amtstierarzt. Tierschutz ist das Anliegen Buchers, Verstöße gegen die vielfältigen Gesetze, Richt- und Leitlinien sind an der Tagesordnung – in konventioneller Landwirtschaft ebenso wie auf Biohöfen.

Männliche Kälber haben in der Mast eine Lebensdauer von zwei Jahren, Milchkühe eine Nutzungsdauer von 2,5 Jahren bei einer Lebenserwartung von 4,5 Jahren. Bucher: „Jedes fünfte Rind wird heute noch in Deutschland in der Anbindetechnik gehalten, das ist erschreckend.“ Die Tiere können nur aufstehen und sich wieder hinlegen. In den großen, modernen Laufstallanlagen ist das anders.

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Schweine leben oft auf Betonspaltböden, 60 Tage im Stand, 80 Tage in Gruppen, aber es gibt positive Ansätze: „Die Tiere kommen raus, sehen auch mal die Sonne.“ Legehennen haben eine Lebensdauer von 1,5 Jahren, Masthühner werden nach 42 Tagen geschlachtet.

„Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen oder Schaden zufügen“, heißt es im grundlegenden Tierschutzgesetz, doch die Anwendung sei auch für Tierärzte schwierig. Beispiel Schlachtung: Bei der elektrischen Betäubung komme es zu epileptischen Anfällen, nicht jeder Bolzenschuss sitzt, auch die CO2-Vergasung „ist nicht sehr schön“. Immerhin liege die Erfolgsquote bei 99 Prozent, nur ein Prozent seien Fehlbetäubungen.

Über die Zukunft der Tierhaltung entscheide der Verbraucher im Supermarkt. Bucher treibt es um: „Wie kann man den Verbraucher dazu bringen, sich bewusster zu verhalten?“

Ein Weg seien immer wieder aufsehenerregende Schlagzeilen über Missstände, doch sie würden das Verbraucherverhalten nicht verändern, sondern sind an der Fleischtheke schon wieder vergessen. „Besser ist es, schon früh, im Kindergarten und in der Schule, Tierschutzwerte zu vermitteln – das ist nachhaltiger als schockierende Bilder. In den Schulen den Verbraucher von morgen aufklären.“ Agrarindustrie und Handel würden bereits auf veränderte Meinungen reagieren. Michael Buchers Schlusssatz bei seinem Vortrag in Steinhausen: „Die Verbraucher müssen wieder lernen, was Lebensmittel wert sind.“

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