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Aktualisiert vor 4 Minuten.

Unfall Bei Groß Ippener
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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

„Mindesthaltbarkeitsdatum ist kein Wegwerfdatum“

08.09.2018

Steinhausen „Wirf mich nicht weg“: So heißt ihr großes Projekt, dafür reist Claudia Kay zu Schulen in ganz Deutschland und dafür war sie auch Donnerstagabend Referentin beim Gesprächskreis für gesunde Ernährung und Lebensführung in Bockhorn (GELB) in der Altdeutschen Diele in Steinhausen. Claudia Kay engagiert sich vorbildlich gegen die Verschwendung von Lebensmitteln. Sie bringt das Problem auf den Punkt: „Wir kaufen zu viel, lagern falsch und werfen weg.“ Dagegen könne jeder etwas tun.

Es geht um gewaltige Mengen. Allein, was in Deutschland an Obst, Gemüse, Fisch, Fleisch und Backwaren in die Mülltonnen wandert, würde ausreichen, alle rund 870 Millionen Hungernde auf der Erde zu versorgen, sagt Claudia Kay. „18 Millionen Tonnen Lebensmittel kommen jährlich in die Tonne, die Hälfte davon könnte vermieden werden.“

Einiges geht bei der Ernte, beim Transport, bei der Verarbeitung oder im Handel verloren, aber 40 Prozent wirft der Endverbraucher in die eigene Mülltonne.

Dahinter steht zudem die Verschwendung von Ressourcen. Wasser: 5000 virtuelle Liter werden für die Produktion von einem Kilo Käse, 15 000 Liter für ein Kilo Rindfleisch aufgewendet. CO2: Würde die Wegwerfmenge halbiert, würde davon soviel eingespart, dass man jedes zweite Auto stillegen könnte. Und Geld kostet die Verschwendung natürlich auch, in Deutschland 200 bis 260 Euro im Jahr pro Person: „Eine vierköpfige Familie könnte davon in den Urlaub fahren.“

Warum werden Lebensmittel weggeworfen? Die Antwort: Falsch gelagert, verdorben, zuviel eingekauft. Genau da setzt Claudia Kay auch mit ihren Ratschlägen an, um gegenzusteuern. Besser lagern, besser essen, bewusster einkaufen. Und das Wichtigste: Mindesthaltbarkeit ist kein Wegwerfdatum. Also könne jeder etwas tun, um den „Mitteln zum Leben“ mehr Wertschätzung zukommen zu lassen. Ein Anliegen, das GELB seit 30 Jahren umtreibt, wie Sprecher Dr. Joachim Hensel betonte.


Mehr Infos zum Projekt gibt es im Netz unter   www.wirf-mich-nicht-weg.de 

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