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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Tage der Schloss-Käserei sind gezählt

10.07.2012

JEVER Nach dem „Jever-Express“, der wie berichtet Anfang Oktober den Betrieb einstellt, verliert die Stadt Jever ein weiteres touristisches und auch gastronomisches Aushängeschild: Brygida und Hans-Georg Herten werden noch in diesem Jahr ihren Schafhof in Sandel und Ende kommenden Jahres die Schloss-Käserei an der Schlossstraße in Jever schließen. Das bestätigte Hans-Georg Herten auf Anfrage der NWZ .

Land schon verkauft

Hauptgrund sei, dass es keinen Nachfolger für Hof und Schloss-Käserei gibt. „Das Konzept mit Tierhaltung, Eigenproduktion und Eigenvermarktung erfordert so viel Arbeit, dass rechtzeitig die Weichen für die Zukunft gestellt werden müssen“, sagt Hans-Georg Herten. Da seine Kinder andere Pläne haben, ziehe er jetzt den Schlussstrich.

Nach der Melkzeit im Oktober werde der Tierbestand in Sandel abgebaut. Das Land sei bereits verkauft, für den Hof suche er ebenso einen Käufer wie für das historische Gebäude der Schloss-Käserei in Jevers Altstadt. Dort soll der Betrieb allerdings noch bis Ende 2013 weiterlaufen.

Neben der Tatsache, dass kein Nachfolger aus der Familie in Sicht ist, habe ihn aber auch das Aus für den „Jever-Express“ in seinem Entschluss bestärkt, Hof und Restaurant aufzugeben, sagt Hans-Georg Herten. Mit ihren Stadtrundfahrten sei es der Betreiberin des Jever-Express’ gelungen, Neu- und Altstadt zusammenzuführen. „Wir haben enorm von den Stadtrundfahrten profitiert, weil viele Touristen die Schloss-Käserei sonst gar nicht gefunden hätten“, so Herten. Zudem gab es mit der Bimmelbahn regelmäßig Touren „über Land“ zu seinem Schafhof.

Mit Schäferei-Festen, dem Osterfest mit Lämmern und dem „Advent im Schafstall“ hat der Schafhof Herten in Sandel jedes Jahr viel Publikum angelockt und den Veranstaltungskalender Jevers bereichert.

Vor 25 Jahren gegründet

Gegründet hat Herten den Hof vor 25 Jahren in Cleverns. 1991 kaufte er den Hof in Sandel und begann, nicht nur Schafe zu halten, sondern auch Milch, Fleisch und Wolle zu verarbeiten und zu vermarkten – zunächst auf Märkten und seit acht Jahren in der mit viel Liebe eingerichteten Schloss-Käserei, die sich schnell zu einem beliebten Lokal für Einheimische und Gäste entwickelt hat.

Wie es für ihn und seine Frau weiter geht, ist für den 50-jährigen Schafbauer noch offen. „Es gibt viele Ideen“, sagt er.

Mit einem letzten großen Schäfereifest, das am Sonntag, 29. Juli, von 11 bis 18 Uhr stattfindet, will sich Familie Herten aus Sandel verabschieden. Auf Vorrat sollen dann noch Schaf-Produkte für die Schloss-Käserei produziert werden. „Wir hatten eine schöne Zeit in Jever und werden nächstes Jahr noch mit vollem Engagement die Schloss-Käserei betreiben“, betont Herten. Ende 2013 werde dann aber auch das Lokal endgültig geschlossen.

Ulrich Schönborn Chefredakteur (komm./ViSdP) / Chefredaktion
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