• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Inselgeschichte: Tanz- und Showabende sind bis heute legendär

19.07.2012

WANGEROOGE Als Hermann-Josef Bunte 1990/1991 das „Haus Fresena“ an der Wangerooger Zedeliusstraße umbauen ließ – aus den Hotelzimmern entstanden Ferienwohnungen und aus Speisesaal und Küche das Ladenlokal von „Ihr Platz“ – erlebte er eine Überraschung: Direkt unter dem Parkett des Tanzbodens erstreckte sich feinster Dünensand. Das „Haus Fresena“ wurde vor 100 Jahren im wahrsten Sinne des Wortes“ auf Sand gebaut“.

Mit seinen vier Geschossen und einer Höhe von 18,60 Metern gehörte das Hotel Fresena schon zur Eröffnung 1912 zu den prägenden Gebäuden Wangerooges, berichtet Bunte in der Festschrift „100 Jahre Fresena“, die er zum Jubiläum veröffentlicht hat.

Hotel-Pläne seit 1904

Bereits 1904 hatte Claas Peter Freese das Grundstück an der Ecke Zedeliusstraße/Charlottenstraße gekauft, um dort wie auf Juist ein Grand-Hotel zu errichten. Im März 1912 konnte der Bau beginnen – 13 Wochen später war das Hotel Fresena fertig und wurde vom Mann von Freeses Tochter Theda Mathilde, Curt Dimler, betrieben.

1934 übernahmen dann die jüngste Tochter Freeses, Hilke Anna Johanne, genannt „Anni“, und ihr Mann Richard Haase den Hotelbetrieb. Das Fresena hatte damals bereits einen guten Namen in Wangerooges Badegesellschaft. Anni Haase war gelernte, aber auch geborene Gastronomin: Sie führte das Hotel durch 44 ereignisreiche Jahre – durch Wirtschaftskrise und Zweiten Weltkrieg, durch Zerstörung beim Bombenangriff am 25. April 1945 und Wiederaufbau.

Als zu Beginn der 1950er Jahre der Fremdenverkehr auf der Insel wieder einsetzte, begann auch die Blütezeit des Hotels Fresena: Viele Stars traten dort auf – Zarah Leander, Vico Torriani, Heinz Schenk, Heinz Erhardt, Billy Mo und Dieter Thomas Heck. Conférencier und Organisator war Horst Klemmer. Legendär sind bis heute die Tanzveranstaltungen im „Fresena“.

Doch Ende der 1970er Jahre zeichnete sich ab, dass Anni Haase und Geschäftsführer Günter Matetzki das Hotel so nicht würden halten können. Zum 1. Januar 1979 verkauften sie das Haus an den Caritas-Verband Dortmund – und beendeten die Ära des Hotels Fresena: Aus dem Hotel wurde das „Haus Fresena“, Caritas-Heim für Senioren, Familien und behinderte Menschen.

1990 beschloss der Caritas-Verband, sich zu vergrößern, und kaufte das größere Hotel Germania an der Strandpromenade Ost. Das Haus Fresena erwarben Professor Dr. Hermann-Josef und Renate Bunte aus Hamburg.

1990 neu konzipiert

Wieder wurde neu konzipiert: Aus den Zimmern wurden zwölf Ferienwohnungen, die das Hotel Upstalsboom mitvermietet, im Erdgeschoss entstanden Ladenlokale für „Ihr Platz“, das Café Treibsand und Frisör Flämig, die große Doppel-Freitreppe verschwand. Im ehemaligen Blumenpavillon Brüggerhoff, der einst genau zwischen den beiden Treppenaufgängen stand, gibt es heute Kunsthandwerk und Postkarten.

„Das Haus Fresena ist ein markantes baugeschichtliches Denkmal für den Inseltourismus seit Beginn des 20. Jahrhunderts“, betont Bunte. Dieser Tradition fühle er sich in besonderem Maß verpflichtet.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.
DIE WIRTSCHAFT

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.