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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Wirtschaft: Taxi kann auf Monitor verfolgt werden

10.01.2013
NWZonline.de NWZonline 2015-07-22T09:15:22Z 280 158

Wirtschaft:
Taxi kann auf Monitor verfolgt werden

Varel „Es ist noch ein bisschen ungewohnt, aber mit jedem Tag wird es besser“, sagt Susan Bakenhus. Die 29-jährige Disponentin von Taxi Ebkes beobachtet neuerdings drei Bildschirme auf einmal. Auf dem rechten Monitor ist ein Stadtplan von Varel abgebildet, auf dem sie verfolgen kann, wo die zwölf Taxen der Firma gerade unterwegs sind. Auf dem mittleren Bildschirm verbucht Bakenhus jeden neu hereinkommenden Auftrag und schickt die Adresse des jeweiligen Kunden digital zu einem der Taxis. Den Auftrag erkennt der Taxifahrer auf seinem Display im Wagen und bestätigt per Knopfdruck. Auf dem linken Monitor in der Taxizentrale am Bahnhof ist der momentane Tourenplan gelistet. Bislang lief diese Prozedur per Funk und mit Zetteln ab. Auch wenn der Betrieb in der Übergangsphase noch zweigleisig fährt: Jonny Ebkes hat den Sprung in digitale Zeitalter vollzogen.

Taxi in Varel

In Varel gibt es noch drei Taxi-Unternehmen. Neben Ebkes sind das Taxi Osten und neuerdings die Firma Arians aus Sande, die Taxi Cordes aus Varel übernommen haben. Jonny Ebkes betreibt seit 36 Jahren seinen Taxibetrieb in Varel.

Der Preis einer Taxifahrt wird durch den Weg und die Zeit berechnet. Den Tarif in Friesland gibt der Landkreis vor. Jenseits der Kreisgrenze kann Preis zwischen Taxifirma und dem Kunden frei vereinbart werden.

Bei jeder Taxifahrt fallen durch das Taxameter Daten an. Diese ohne Verlust zu sichern und auf externe Speichermedien zu übertragen, die die Aufgabe der sogenannten „Fiskaltaxameter“. Ebkes hat die für 2016 nach der Abgabenordnung vorgeschriebene Umstellung auf Fiskaltaxameter bereits jetzt vorgenommen und 55 000 Euro investiert. „Das Geld wird sich in den nächsten Jahren auszahlen, weil durch die neue Anlage in den Taxen und in der Zentrale sowie im Büro und in der Buchhaltung viel Zeit und Material eingespart wird“, meint Ebkes. „Wir sind damit die ersten in der Region. „Bisher hat die Firma die Fahrtenzettel, Schichtzettel, Kontrollzettel und Frachtzettel kartonweise zehn Jahre lang aufbewahrt.

Auch der Kunde profitiert; denn die Fahrpreise können sofort per Papierausdruck dokumentiert werden.

Ferner ermöglicht das neue System über die sogenannte Go-Box eine Erreichbarkeit der Fahrer in ganz Europa. Die Taxen können via Satellit jederzeit geortet werden und sind bei Überfällen oder anderen Problemen schnell aufzufinden.

60 Fahrerinnen und Fahrer zwischen 27 und 74 Jahren arbeiten für Taxi Ebkes. Im Vorjahr fuhren sie 1 558 645 Kilometer, davon gut eine Million Kilometer in der Personenbeförderung.

Jonny Ebkes, 65 Jahre alt, hilft überall dort, wo Not am Mann ist. Seit Oktober 1976 betreibt er das Taxiunternehmen. Schon vor und während seiner achtjährigen Bundeswehrzeit – Ebkes war bei der Militärpolizei – hat der gelernte Maschinenschlosser als Aushilfsfahrer bei Auto Dierks Taxi gefahren. „Als ich mich vor 36 Jahren selbstständig gemacht habe, bin ich mit einem Mietwagen in Varel angefangen. Später habe ich Taxi Müller, Taxi Rehm und Auto Dierks übernommen“, erzählt Ebkes.

Von Rente will der 65-Jährige noch lange nichts wissen. „Die 50-Jahr-Feier des Betriebes will ich noch erleben“, meint Ebkes. „Ich kann nicht zu Hause sitzen und Däumchen drehen.“


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