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Vollsperrung der B211 am Nachmittag
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Aktualisiert vor 32 Minuten.

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Vollsperrung der B211 am Nachmittag

NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Eilantrag ist längst ein Bummelantrag

20.11.2018

Tettens Noch steht die Gerichtsentscheidung zum Eilantrag des Naturschutzbunds (Nabu) gegen die drei Windparkflächen im Wangerland aus – eingereicht worden war sie am 29. März 2017. Der Nabu Niedersachsen hatte zum einen Widerspruch gegen die 14 Windräder auf den Flächen Tettens, Waddewarden/Haddien und Hohenkirchen beim Landkreis eingelegt, zum anderen einen Eilantrag gegen die Errichtung auf den Flächen Tettens und Hohenkirchen beim Verwaltungsgericht. Den Windpark Waddewarden/Haddien beklagt der Nabu nicht – dort drehen sich mittlerweile die Rotoren von vier Anlagen.

Diese Vögel leben auf den Flächen

Bürgerinitiative „Mein Wangerland“ und Nabu haben folgende Vogelarten auf den Windparkflächen Hohenkirchen und Tettens dokumentiert:
  Kategorie 1 – vom Aussterben bedroht: Bekassine, Goldregenpfeifer, Großer Brachvogel, Kornweihen und Uferschnepfen.
  Kategorie 2 – stark gefährdet: Kiebitze und Wiesenweihen
 Daneben sind dort unter anderem Störche und Rohrweihen zu sehen.

In der Abenddämmerung sind dort Breitflugelfledermaus, Zwergfledermaus, Rauhautfledermaus, Großer Abendsegler und Kleinabendsegler zu sehen.

Dass aus dem Eilantrag ein „Bummelantrag“ wurde, liegt auch daran, dass sowohl Nabu als auch BEWBürgerenergie Wangerland – Gutachten und Stellungnahmen beim Verwaltungsgericht nachgereicht haben, berichten Uwe Spelsberg und Dietmar Engelbart, Sprecher der Bürgerinitiative „Mein Wangerland“.

Vögel der Roten Liste

Die BI unterstützt den Nabu, „denn auch uns sind die Natur und die Sicherung des Lebensraums für Vögel und Fledermäusen sehr wichtig“, so Engelbart und Spelsberg: Gerade in und um die Flächen Hohenkirchen und südlich von Tettens gebe es zahlreiche Brut- und Rastvögel. „Wir haben selbst jede Menge Vögel der Roten Liste gesehen, kartiert und fotografiert.“

Auch die Gemeindetochter BEW hatte eine neue Vogelzählung für alle drei Flächen in Auftrag gegeben – die Kartierung dauert in der Regel ein Jahr.

Die BI vermutet, dass BEW bzw. Gemeinde „eine wohl nicht korrekte Kartierung und somit auch ein nicht korrektes Gutachten nachbessern, das für die Baugenehmigung der Windkraftanlagen nötig ist“, so die beiden Sprecher: „Dass bei einem ,über 60 Millionen Euro-Projekt‘ die BEW bzw. Gemeinde vielleicht noch nicht einmal richtige Gutachten hat erstellen lassen, macht uns in der Bürgerinitiative und vor allem als Bürger schon sehr nachdenklich. War es ein Versehen oder Absicht?“

Keine Einigung

Im Sommer hatte es Gespräche über einen Vergleich zwischen Nabu und BEW gegeben – die waren im August für gescheitert erklärt worden. Als Grund hatte der Nabu genannt, dass die BEW keinen der Kompromissvorschläge umsetzen könne. BEW-Geschäftsführer Dr. Andreas Luhr hatte gekontert, dass der Nabu „zum Teil nicht erfüllbare Bedingungen gefordert“ habe (die NWZ berichtete).

Trotz der Klagen des Nabu ist die Bürgerenergiegesellschaft Wangerland mbH (BEW) guter Dinge, dass neben dem Windpark Haddien auch die beiden anderen Flächen bei Tettens und Hohenkirchen entwickelt werden können. Auch ein wirtschaftlicher Betrieb werde nach Einschätzung der BEW trotz der dann geltenden geänderten Einspeisebedingungen möglich sein.

Der ursprüngliche Bürgerwindpark ist indes wohl vom Tisch – die 14 Windräder hätten dazu bis Jahresende am Netz sein müssen. Ab 1. Januar 2019 gelten auch für die geplanten beiden Windpark-Standorte Hohenkirchen und Tettens die Regeln des Ausschreibungsverfahrens für Strom – die bisherige feste Einspeisevergütung fällt weg. „Wir kämpfen weiter“, betonen die Mitglieder der BI „Mein Wangerland“.

Laut Verwaltungsgericht wird über den Antrag (Az. 12 B 53/18) in den nächsten Wochen im schriftlichen Verfahren entschieden.


Die BI bittet um Spenden. Mehr Infos unter   www.bi-wangerland.de 
Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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