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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

THW holt 20 000 Liter Öl aus Wasser

25.11.2013

Eztel /Friesland Am Sonnabend haben die letzten ehrenamtlichen Helfer ihren Einsatz in der Zetelermarsch beendet. Seit Sonntag waren teilweise bis zu 250 Mitglieder von Feuerwehren aus den Landkreisen Friesland und Wittmund im Einsatz. 40 000 Liter waren ausgelaufen. Sicherheitshalber vor Ort waren zudem ein Fahrzeug und Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes aus Varel.

Voll des Lobes für die Ehrenamtlichen und ihre Chefs waren am Sonnabend bei einer Pressekonferenz im Friedeburger Rathaus die Politiker. „Ehrenamtliche sorgen seit Sonntag dafür, dass die Schäden in Grenzen gehalten worden sind“, sagte der niedersächsische Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD). Dem pflichteten die Landräte Sven Ambrosy (Friesland) und Matthias Köring (Wittmund) bei. „Wir wären sonst in eine Tragödie reingeschliddert“, so Köring. Ein Glück sei zudem, dass man Hochseesperren vor Ort habe. Inzwischen sei die Schadensstelle geräumt und die Gräben ausgebaggert worden. „Fachleute sammeln jetzt Daten und erarbeiten ein Konzept zur Sanierung“, sagte Ambrosy.

Welche Auswirkungen es gehabt hätte, wenn man den Ölunfall nicht so schnell in den Griff bekommen hätte, machte Karsten Specht vom Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband deutlich. In der Nachbarschaft des Kavernengeländes stehen drei Wasserwerke, die die Menschen in der Umgebung mit 20 Millionen Kubikmeter Trinkwasser versorgen.

Ein besonderer Dank des Wirtschaftsministers und der Landräte ging an die Chefs der Ehrenamtlichen. Die Helfer seien berufstätig und mussten für ihren Umwelteinsatz von den Firmen von der Arbeit freigestellt werden. Auch das habe vorbildlich geklappt. Dafür könne nicht genug gedankt werden.

„Wir haben die Einsatzstelle am Sonnabend um 16.30 Uhr den Wasserbehörden übergeben“, sagte am Sonntag Marco Hinrichs, Ortsbeauftragter des THW Jever. Die Behörden übergaben den Abschnitt der IVG, die nun mit Fachfirmen weiter arbeitet. Die THW-Mitarbeiter aus Jever hatten mit ihren Vareler Kollegen seit Donnerstag einen rund zwei Kilometer langen Abschnitt auf dem Friedeburger Tief zwischen Hohemey und Zetel von Ölresten gereinigt und eine Station auf und neben der Brücke Zetelermarsch eingerichtet. 20 000 Liter Öl holte allein das THW aus dem Wasser.

Es wurde in 1000-Liter-Containern auf zwei Pontons zur Brücke gefahren, dort in einen Tanklastwagen gepumpt und zum IVG-Firmengelände gebracht. Neben der Brücke hatte das THW ein kleines Lager aufgebaut. In einem Zelt wurden Mitglieder mit Schutzanzügen und Mundschutz ausgestattet. Nur mit dieser Bekleidung durften sie ans Wasser. Dort zogen Helfer ölverschmierte Zweige vor einer Sperre aus dem Tief und pumpten mit einem so genannten Skimmer Öl in ein Auffangbecken, das wie ein Planschbecken aussah.

„Heute gönnen wir uns einen freien Tag“, sagte Hinrichs am Sonntag. Am Montag, werden Helfer in Jever beim THW wiederum im Einsatz sein. Von 8 bis 16 Uhr sollen Fahrzeuge und Geräte gereinigt werden. Acht Mitglieder werden dafür von ihren Firmen von der Arbeit freigestellt. Dann geht es an die Aufarbeitung des Ölunfalls sagt auch Johann Folkers aus Leerhafe. Er ist Kreisbrandmeister in Wittmund. Die Zusammenarbeit mit den Wehren aus Friesland und dem THW habe hervorragend geklappt, so Folkers am Sonntag.


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