• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Tower bekommt neue Kanzel aus Stahl

22.08.2007

MARIENSIEL Der seit zwei Monaten „kopflose“ Tower auf dem Flugplatz Mariensiel hat wieder eine Kanzel: Mit Hilfe eines Teleskopkrans wurde das rund 3,5 Tonnen schwere Stahlskelett am Dienstag auf das Gebäude für die Luftraumüberwachung gehievt. Vollgestopft mit Technik u.a. für Funkverkehr und Wetterdaten, Steuerung der Befeuerungstechnik für Start- und Landebahn und den direkten Leitungen zu den Radarstationen in Jever, Wittmund und Bremen soll der Tower Ende September wieder einsatzbereit sein, sagt Architekt Thomas Stöver.

Die Modernisierung des Towers ist Teil der Investitionen für das Instrumentenanflugverfahren, mit dem der Flugplatz fit für die Zukunft gemacht wird. Das Instrumentenanflugverfahren ermöglicht es Piloten, den Flugplatz an der Grenze zwischen Friesland und Wilhelmshaven künftig auch bei schlechtem Wetter und Dunkelheit anzusteuern. Das macht den bisher überwiegend von Sportfliegern genutzten Flugplatz auch zunehmend attraktiv für Geschäftsleute.

Ludwig Janßen von der Luftaufsicht in Mariensiel hat seinen Arbeitsplatz derzeit nicht in einer Kanzel in zwölf Metern Höhe auf dem Tower, sondern in einem Container-Tower unten auf dem Flugplatz. „Wir liegen mit der Modernisierung des Towers gut im Zeitplan“, sagt Janßen.

Neben den erforderlichen technischen Verbesserungen bietet die neue Stahlkuppel auf dem Tower einen weiteren Vorteil: eine völlig freie Rundumsicht. Bisher schränkte ein Schornstein den 360-Grad-Blick aus dem Tower etwas ein.

Mit der Fertigstellung des Towers kann dann auch bald der so genannten Luftraum „F“ aktiviert werden, eine Art virtuelle Glocke über dem Flugplatz, mit dem die Piloten bei schlechter Sicht GPS-gesteuert landen können. Die schon einsatzbereite Landebahnbefeuerung hat erst gestern wieder eine Maschine aus Norwegen genutzt, um trotz schlechter Sicht Personal für eine Bohrinsel abzusetzen, das in Mariensiel in einen Helikopter umstieg.

Oliver Braun
Agentur Hanz
Redaktion Jever
Tel:
04461 965313

Weitere Nachrichten:

Flugplatz Mariensiel

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.