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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

,Treppe am Bahnhof ist Quälerei‘

07.06.2007

VAREL „Wir leben gerne in Varel.“ Diesen Satz haben die Redakteure Hans Begerow und Christoph Koopmeiners am Mittwoch häufiger zu hören bekommen, als sie anlässlich der NWZ-Aktion „Rollende Redaktion“ beim Wochenmarkt auf dem Neumarktplatz mit Bürgern ins Gespräch kamen. Aber nicht nur sie. Am Stand der NWZ diskutierten auch Bürger untereinander über die Stadt zwischen Wald und Meer.

„Varel ist eine kleine und gemütliche Stadt mit einer schönen Umgebung“, meinten Aenne und Reinhart Ermisch. Ärgerlich finden sie jedoch die unterschiedlichen Ladenöffnungszeiten in der Stadt. „Alle Geschäfte sollten zur selben Zeit öffnen, und schließen“, sagte Aenne Ermisch. „Das wäre für die Kunden verlässlich.“

Gisela Rieger regt sich immer wieder über die Ampelschaltung an der B 437 auf, vor allem an der Kreuzung Bürgermeister-Heidenreich-Straße Ecke Neue Straße. Als Fahrradfahrerin empfinde sie es als Wahnsinn, wie viel Autos sich auf der Bundesstraße durch Varel quälen. Erwin Lipowski stört sich an den Beeten an der B 437. Dadurch würden die Autofahrer zu sehr eingeengt. „Der Verkehr wird dadurch nicht aus der Stadt gedrängt“, ist er überzeugt. „Die Beete verhindern einem flüssigen Verkehr.“ Kürzlich habe ein Krankenwagen im Einsatz durch eines der Beete fahren müssen.

Seit 40 Jahren ist Maria Quatmann fast täglich mit Hund im Vareler Wald unterwegs. „Ich merke immer wieder, dass viele Leute, die sich über Hunde beschweren, gar keine Ahnung von den Tieren haben.“ Wenn sie etwas erklären wolle, wiegelten die meisten Leute ab. Der Forstbehörde empfiehlt sie, die Beschilderung für Radfahrer und Fußgänger zu überprüfen. Die sei neuerdings irritierend und sorge für unerwartete Begegnungen.

Große Resonanz hat Hans-Georg Twenhövel auf seinen jüngsten Leserbrief in der NWZ erhalten, in dem er eine möglich Schließung eines Bahnübergangs in Winkelsheide angesprochen hatte. „Ich werde jetzt oft angesprochen.“ Es habe auch ein Gespräch mit dem Bürgermeister gegeben. Twenhövel will sich dafür einsetzen, dass der Bahnübergang offen bleibt.

Seit 48 Jahren lebt Hildegard van Ee in Varel. „Als zehnjähriges Mädchen bin ich mit meiner Familien aus Cloppenburg nach Varel gezogen. Mein Vater war bei der Bahn beschäftigt.“ Van Ee ist begeistert von der Renovierung des Vareler Bahnhofes. Auch mache die Innenstadtsanierung gute Fortschritte. Die Stadt sollte darauf achten, dass die vielen schönen alten Häuser erhalten werden.

Der Bahnhof berührt auch Ulrike Kanna und Agathe Nagel. „Es ist eine große Schweinerei, dass wir nun doch keinen Fahrstuhl am Bahnhof bekommen“, meint Kanna, die seit zehn Jahren an Multiple Sklerose leidet. „Ich habe mich so auf den Umbau gefreut, damit ich mit dem Zug nach Wilhelmshaven fahren und mir die Nordsee-Passage anschauen kann. Doch wie soll ich in Varel auf Gleis drei kommen?“ Sie kenne auch Leute mit Kinderwagen und Rollator, denen es so gehe. „Ich möchte gerne mal aus Varel heraus, fühle mich aber gefangen. Ich wünsche denen, die einen Fahrstuhl verhindern, dass sie selber mal in den Rollstuhl müssen.“

Die gehbehinderte Agathe Nagel muss sich jedesmal quälen, wenn sie die Treppen vom und zum Bahnsteig drei herauf und hinunter geht. „Wenn ich nicht mehr kann, nehme ich auch schon mal den Weg über die Gleise“, gesteht sie. Einmal habe sie eine Strafe zahlen müssen. „Warum gibt es Gleisüberwege in Rastede und Sande, aber in Varel nicht?“, fragt sie.

Die NWZ-Leserinnen Birgit Graalmann und Ingeborg Janßen freuen sich über das frische Angebot auf dem Wochenmarkt. „Ein sehr großer Vorteil“, sagt Ingeborg Janßen und hebt auch den neuen Parkplatz beim Friedhof hervor. Auf der Negativseite steht für sie im Augenblick der schlechte Zustand des Schlängelpfads im Vareler Wald hinter dem Altenheim. Auch die vielen Baumfällungen betrüben Ingeborg Janßen: „Wir müssen doch an unsere Kinder denken.“ Hier erhofft sie sich rasch Abhilfe von der Forstverwaltung. Einen Vorschlag für Senioren hat Wilfried Schulze aus Obenstrohe. Das Offizierheim könnte als offene Seniorenbegegnungsstätte genutzt werden, regte er an. Bedauerlich findet Gerd Schröder aus Langendamm, dass das umstrittene Baugebiet in Winkelsheide ohne vorherige Begehung durch die

Ratsmitglieder abgenickt wurde.

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