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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Trinkwasser: Noch ist die Qualität hervorragend

26.01.2017

Jever An der Qualität des Trinkwassers im Nordwesten gibt es überhaupt nichts auszusetzen. Auch von Wasserknappheit kann keine Rede sein. „Zumindest zurzeit noch“, betonte am Dienstag Diplom-Geologe Markus Penning, Abteilungsleiter für Hydrochemie, Landwirtschaft und Boden beim Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV). Auf Einladung der Wissenschaftlichen Arbeitsgemeinschaft für Natur- und Umweltschutz (WAU) referierte er im Anton-Günther-Saal über „Die Wasserversorgung im Küstenraum“.

Der OOWV versorgt 1,1 Millionen Kunden auf einer Fläche von 7860 Quadratkilometern mit Trinkwasser. 77 Millionen Kubikmeter – 15 Prozent des Wasserbedarfs in Niedersachsen – fördert der kommunale Wasserverband mit Hilfe von 267 Brunnen und 15 Wasserwerken. Laut Wasserentnahmerechten, die für 30 Jahre vergeben werden, dürfte der OOWV sogar 98 Millionen Kubikmeter Wasser fördern, berichtete Penning. Das wäre ausreichend, um den seit 2005 steigenden Bedarf – 2015 waren es 77,3 Mio. Kubikmeter – zu decken.

Doch einfach mehr Wasser zu fördern, ist im Küstenraum nicht wirklich zielführend: Denn es gilt, nur so viel Grundwasser zu ziehen, dass kein Salzwasser nachdrückt und die Brunnen versalzt. Als Beispiel nannte Penning Langeoog: Dort fördert der OOWV rund 350 000 Kubikmeter Wasser im Jahr aus der Süßwasserlinse unter der Insel. „Die Linse reagiert sehr sensibel“, zeigte Penning anhand des gemessenen Chloridgehalts. Dünenabbrüche, Sturmfluten und der steigende Meerwasserspiegel gefährden dort die Wasserqualität.

Auch im Jeverland und im Harlingerland besteht die Gefahr von Versalzung – und deshalb wird der Chloridgehalt etwa in Sandelermöns ständig überprüft.

Der Nitratgehalt ist laut Penning aktuell – noch – kein Problem: Denn im tiefen Grundwasser, aus dem Trinkwasser gewonnen wird, liegen die Nitratgehalte zwischen 1 und 5 Milligramm pro Liter – der Grenzwert ist 50 Milligramm pro Liter. Aber: Im jungen Grundwasser, das ist Wasser in höheren Bodenschichten, das noch rund 30 Jahre braucht, bis es auf den Förderbrunnenspiegel abgesunken ist, nimmt der Nitratgehalt seit 2007 drastisch zu.

„In den Gebieten mit intensiver landwirtschaftlicher Nutzung im Süden des Oldenburger Lands haben wir im Grundwasser Nitratgehalte von zum Teil mehr als 200 Milligramm pro Liter“, berichtete Penning.

Das bedeutet: Werden keine Maßnahmen ergriffen, bekommen der OOWV und seine Kunden der nächsten Generation ein Trinkwasserproblem. Als Verursacher macht der Wasserverband die Landwirtschaft aus. Und deshalb setzt der OOWV auch bei den Landwirten an, geht Partnerschaften zur Nitratreduzierung ein und zahlt Geld zum Ausgleich, um das Grundwasser auch für die Zukunft sauber zu halten. Wie Penning betonte: „Wir wollen Schadstoffe möglichst nicht im Wasser haben.“


Mehr Infos unter   ww.oowv.de/wissen/trinkwasser/nitrat/ 
Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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