• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Über 100 Einsprüche gegen Dangast-Plan

13.06.2015

Varel /Dangast Bei der Stadt Varel sind nach der Bürgerbeteiligung über 100 Einwendungen gegen die Bebauung der Sandkuhle und die Errichtung eines Ferienparks auf dem ehemaligen Kurgelände Deichhörn in Dangast eingegangen. Das teilte Jörg Kreikenbohm, Leiter des Bauamtes, jetzt auf Nachfrage der NWZ  mit.

Konkret geht es um den Bebauungsplan Nummer 212 A für den Bereich Deichhörn Nord, Am alten Deich 4, sowie die entsprechende 23. Änderung des Flächennutzungsplanes. In einem ersten Bauabschnitt sollen fünf dreigeschossige Wohnhäuser gebaut werden. Insgesamt sollen in drei Segmenten 161 Wohnungen errichtet werden (NWZ  berichtete).

„Die Einwendungen werden nun bewertet“, erläutert Jörg Kreikenbohm den weiteren Prozess. Bei der sogenannten Abwägung werde die Relevanz der Einwendungen geprüft und ob sie begründet oder nicht begründet seien. „Dann entscheidet sich, ob aufgrund der Einwendungen noch etwas geändert werden muss“, sagt der Bauamtsleiter.

Die Abwägungen werden dem Planungsausschuss der Stadt voraussichtlich in der öffentlichen Sitzung am 7. Juli vorgestellt. „Dieser betrachtet das Thema formal“, sagt Kreikenbohm. Danach wird das Thema weiter an den nicht öffentlich tagenden Verwaltungsausschuss gegeben, bevor schließlich der Stadtrat in einer öffentlichen Sitzung eine Entscheidung fällt.

Einer der Gegner ist Dr. Peter Beyersdorffer von der Bürgerinitiative (BI) Dangast. In seiner Einwendung an die Stadt, die der NWZ  vorliegt, kritisiert er, dass das Projekt „zu einer unverantwortlich hohen Tourismusintensität“ führe. Und weiter: „Auch die Dreieinhalb-Geschossigkeit der Gebäude trägt zur ,Verstädterung‘ von Dangast bei.“

Albert Schmoll aus Dangast, der ebenfalls BI-Mitglied ist, kritisiert zudem, dass der zu erwartende Verkehr durch die massive Bebauung zu einer erhöhten Lärmbelästigung führe. Darüber hinaus bemängelt er, dass „nun mehrere Bebauungspläne nach Wünschen des Investors aufgestellt werden“.

Um ihren Bedenken Nachdruck zu verleihen, reiste die BI am Donnerstag nach Oldenburg und gab im zuständigen Architektenbüro Onnen 35 autorisierte Kopien von Einsprüchen ab. „Wir wollen damit dem Investor Dirk Onnen das breite Spektrum an Kritik und Empörung seitens der Dangaster und Vareler Bürger zu seinem Bauvorhaben zur Kenntnis geben“, sagt Beyersdorffer: „Einige der Argumente sind justiziabel.“

Die hohe Anzahl der Einwendungen an die Stadt sei derweil ungewöhnlich. „Für Varel ist das sehr viel“, stellt auch Jörg Kreikenbohm fest: „Das zeigt, dass das ein Thema ist, das von hoher Emotionalität begleitet ist.“

Olaf Ulbrich Redaktionsleitung Varel / Redaktion Friesland
Rufen Sie mich an:
04451 9988 2501
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.