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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Pfadfinder: Übrig bleiben nur die Erinnerungen

11.01.2016

Bockhorn Es war zwar eine Feier geplant, das Lächeln fiel den rund 80 Besuchern aber dennoch schwer. Am Sonnabendabend schlossen sich die Türen der Pfadfinderbildungsstätte in Steinhausen. „Es ist viel Wehmut dabei“, sagte Werner Kleinschmidt, der mit seiner Frau Gunda die Einrichtung seit der Gründung des Trägerbvereins am 25. Februar 1987 betrieb.

„Das waren genau 10 545 Tage“, betonte er. Doch nun ist endgültig Schluss. Der Rat der Gemeinde Bockhorn hatte mehrheitlich beschlossen, die Bildungsstätte zu schließen, um in den Räumen eine Kindergartengruppe unterzubringen (die NWZ  berichtete). Für Werner und Gunda Kleinschmidt fühlt sich das an, als hätte man ihnen ihr ganzes Lebenswerk gestohlen.

Über Silvester war die letzte Gruppe zu Gast. Studenten aus Wuppertal. Danach begannen die Aus- und Abbauarbeiten. Die geschnitzten Wappen der Pfadfinderstämme standen im Foyer, sie werden nun mitgenommen. „Ein Teil der Sachen wird erst einmal eingelagert. Denn, der Verein wird ja nicht aufgelöst. Wir suchen ein neues Objekt“, sagte Werner Kleinschmidt. Fündig werden könnten sie in der Gemeinde Sande, mit der der Trägerverein Gespräche führt. „Wir suchen nach Lösungen, aber es gibt noch nichts Konkretes“, sagte Sandes Bürgermeister Stephan Eiklenborg.

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Werner Kleinschmidt wies am Sonnabend noch einmal auf die wirtschaftliche Bedeutung der Pfadfinderbildungsstätte für die Gemeinde hin. Seine Rechnung: „Wir haben 2500 Übernachtungen pro Jahr, seit 1987 waren es 72 000. Gibt jeder auch nur 30 Euro aus, haben sie knapp 2,2 Millionen Euro in der Region gelassen“, sagte er.

Übrig bleiben nur die Erinnerungen. Auf einem Tisch im Eingangsbereich lagen alte Gästebücher aus. Fotos an dem Wänden erinnerten an die Renovierung vor knapp 30 Jahren, und NWZ -Artikel informierten über die Erfolge. In den Dokumenten stöberten viele Besucher – Nachbarn, Wegbegleiter, Pfadfinder und Mitarbeiter der Firmen, die das Projekt unterstützt haben – und schwelgten in alten Zeiten. So auch Angela Dernbach und Brigitte Ahlert, die eigens aus Gladbeck (Nordrhein-Westfalen) angereist waren.

Von Beginn an waren sie in unterschiedlichen Funktionen zu Gast in Steinhausen. „Das ist ein schwerer Abschied“, sagte Brigitte Ahlert. Und Angela Dernbach betonte: „Das so ein tolles Projekt für Jugendliche geschlossen wird, ist total schade.“

Olaf Ulbrich Redaktionsleitung Varel / Redaktion Friesland
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