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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

So machen Sie Ihren Drucker wieder flott

22.11.2018

Varel Druckt nicht. Das Papier bleibt leer. Tintenpatrone alle? Egal. In den Abfall damit! Ein neuer Drucker kostet ja nicht viel. Wegwerfen statt reparieren – diese Mentalität treibt Hanspeter Boos Sorgenfalten ins Gesicht. „Das muss doch nicht sein,“ sagt das Mitglied des Naturschutzbundes Nabu. Sein Credo: Reparieren statt Wegwerfen.

Gemeinsam mit sieben weiteren Mitstreitern arbeitet er im Vareler Reparatur-Café. Das Team bietet jeweils am ersten Montag im Monat in der Weberei an der Oldenburger Straße seine Hilfe an. Die Experten versuchen, defekte Geräte vor der Deponie zu bewahren. „Für jedes Elektrogerät, das wir vor dem Weg auf die Müllkippe retten können, muss kein neues produziert, verpackt und versandt werden“, meint Hanspeter Boos.

Häufig werden im Reparatur-Cafés, das von der Varelerin Hildegard Korell initiiert worden war, Tintenstrahldrucker abgegeben, die nicht mehr funktionieren. „Oft sind eingetrocknete Tintenpatronen die Ursache – was sich einfach dadurch vermeiden lässt, dass man zumindest einmal pro Woche eine Testseite drucken lässt“, rät Hanspeter Boos.

Mit diesem Plakat machte der Nabu 2016 in Dangast auf die Vermüllung der Meere aufmerksam und regte zum Nachdenken an  BILD: Nabu

Europäische Woche der Abfallvermeidung

Noch bis Sonntag, 25. November, läuft die Europäische Woche der Abfallvermeidung (EWAV). Ein zentrales Thema ist dabei die Frage, wie es zum einen gelingen kann, die Herstellung und den Konsum von Waren umweltgerechter zu gestalten. Zum anderen geht es darum, wie gefährliche Auswirkungen von Abfall für Mensch und Umwelt durch die richtige Entsorgung vermieden werden können. Das Motto in diesem Jahr lautet: „Bewusst konsumieren und richtig entsorgen.“

Der Naturschutzbund Nabu aus Varel hatte sich vor zwei Jahren mit einem Plakat am Strand von Dangast beteiligt (Bild). Es wies auf die Vermüllung der Meere hin.

Mitglieder des Nabu engagieren sich zudem im Reparatur-Café Varel. Es öffnet wieder am Montag, 3. Dezember, von 16 bis 19 Uhr in der Weberei an der Oldenburger Straße 21.

Mit den Tricks der Hersteller, „die natürlich lieber ein neues Gerät verkaufen wollen“, kommen die Mechaniker inzwischen ganz gut zurecht. „Ein Drucker hatte seine Arbeit eingestellt, weil er zu oft mit kompatiblen Ersatzpatronen gefüttert worden war“, sagt Boos: „Zwei andere Drucker wollten nicht mehr drucken, weil angeblich der interne Tintenauffangbehälter voll war. In allen Fällen konnten wir Abhilfe schaffen und den Besucher mit einem funktionierenden Gerät wieder nach Hause entlassen.“

Auch einen älteren Laptop müsse man nicht entsorgen, nur weil zwei Tasten defekt sind oder das Gerät zu langsam geworden ist. „Hier hilft der Einbau einer neuen Tastatur oder einer Speichererweiterung – und man kann das Gerät weiterhin nutzen“, sagt Hanspeter Boos. Aber auch für Haushaltsgeräte aller Art bietet das Reparatur-Café fachkundige Betreuer und eine gute Erfolgsquote.

Plastikmüll wird immer mehr zum Problem. Deshalb informierte der Nabu im Rahmen der Europäischen Woche der Abfallvermeidung im Reparatur-Café über Möglichkeiten, diesen zu vermeiden. Die Hälfte der sechs Millionen Tonnen Plastikmüll jährlich entsteht durch Verpackungen. Plastikmüll ist leicht und verweht schnell, so der Nabu. Er baut sich nicht ab, sondern zersetzt sich nur sehr langsam. Über die Nahrungskette gelangen die gesundheitsschädlichen Substanzen in den menschlichen Körper.

Olaf Ulbrich Redaktionsleitung Varel / Redaktion Friesland
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