• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Der „Gemeinnützige“: So warb der Omnibus 1847

10.02.2018

Varel Die Tageszeitung „Der Gemeinnützige“ erschien erstmals am Montag, 13. Juli 1818. Die NWZ blickt wöchentlich in die Vergangenheit zurück und zeigt, was an bestimmten Tagen in ausgewählten Jahren in und um Varel passiert ist:

10. Februar 1847

So wurde vor 170 Jahren für den ÖPNV geworben: „Mein Omnibus, welcher dem geehrten Publicum als sehr bequem bekannt ist, fährt jeden Tag Morgens präcise 7 Uhr, vom Schütting und vom Posthause ab, nach Oldenburg und lasse ich übrigens, auch von genannten Häusern ab, an jedem Dienstag, Donnerstag, Freitag und Sonnabend, ebenfalls 7 Uhr Morgens, einen Personenwagen nach Jever fahren. Abfahrt von Oldenburg und von Jever nach hier zurück Nachmittags 4 Uhr. Anmeldungen hier geschehen im Schütting. Hermann Popken.“

10. Februar 1917

Vor 101 Jahren wurde die Landbevölkerung um Hilfe gebeten: „An unsere Landwirte! Wie schon mitgeteilt ist bereits eine größere Anzahl von Arbeiterkindern im Amtsbezirk untergebracht worden. Bei den außerordentlich großen Ernährungsschwierigkeiten, die in den Industriegebieten zurzeit herrschen, ist es jedoch notwendig, daß noch mehr Arbeiterkinder aus notleidenden Familien bei uns aufgenommen werden. Die Ernährungsschwierigkeiten sind in unserer Gegend, namentlich auf dem Lande, noch nicht so groß, als daß es vielen Familien nicht möglich wäre, noch ein Kind bei sich aufzunehmen und so dessen Angehörige zu entlasten. Es ist Ehrensache, daß sich niemand, namentlich kein Landwirt, der es nach seinen Verhältnissen leisten kann, ausschließt. Es ist ein schönes, dem Vaterlande nützende Opfer, das sich schon durch die Dankbarkeit der aufgenommenen Kinder bezahlt machen wird.“

10. Februar 1951

Mit der Ausrede kam er nicht weit“ lautete dieser Gerichtsbericht: „Zweimal wegen Betruges stand ein Mann vor dem Vareler Amtsgericht. In einer Wirtschaft in Bockhorn hatte er sechs Schnäpse, 2 Flaschen Bier, einen Brathering und ein paar Würstchen verzehrt. Sicherlich keine große Rechnung, aber der Gast suchte ohne zu zahlen das Weite. Bei der Polizei stellte er sein Vergehen als eine Folge der Trunkenheit hin. Ihm wurde aber durch Zeugen nachgewiesen, daß er durchaus „vernünftig“ gewesen sei. Der bereits einschlägig Vorbestrafte wurde zu vier Wochen Gefängnis verurteilt. In der zweiten Anklage – er hatte Metalle ohne sie beim Einkauf zu bezahlen weiterverkauft, als Rücksicherung aber seinen Führerschein dagelassen – konnte der Tatbestand des Betruges nicht nachgewiesen werden. Hier wurde er freigesprochen.“

10. Februar 1980

Karneval mit allem Drum und Dran“ sollte 1980 gefeiert werden – endlich wieder…, schrieb „Der Gemeinnützige“: „Spaß und Humor – rund um Dangastermoor“ das ist das Motto der Dangastermoorer Waterkant-Karnevalisten, wenn sie am 18. Februar Rosenmontag feiern. Mußten Varels Bürger im vergangenen Jahr auf Grund der schlechten Wetterlage auf den traditionellen Umzug verzichten, so sollen sie nun umso mehr dafür entschädigt werden: „Das wird eine tolle Sache, allein fünf Spielmannszüge werden mitmarschieren“, prophezeite Präsident Walter Bräunlich. (…) Schließlich, so meinen die Narren, biete sich gerade der Rosenmontag für Kontaktpflege und Gemeinschaftssinn an und „mitmachen kann bei dem karnevalistischen Treiben ohnehin jeder, der Stimmung und gute Laune mitbringt.“ Mit dem Umzug und dem Empfang vor dem Vareler Rathaus wird das bunte Treiben am 18. Februar allerdings nicht beendet sein. Die Feier geht weiter, und zwar beim abendlichen Ball, der in diesem Jahr erstmals im Allee-Hotel gefeiert wird.“

Weitere Nachrichten:

Nordwest-Zeitung | Amtsgericht | Polizei | Karneval

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.