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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Gegenwind fürs Biosphärenreservat

20.12.2018

Varel Einen schweren Stand hatten Peter Südbeck und Jürgen Rahmel von der Nationalpark- und Biosphärenreservatsverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer. Sie waren am Dienstagabend in den Umweltausschuss der Stadt Varel gekommen, um für den Beitritt Varels zur so genannten Entwicklungszone im Biosphärenreservat Niedersächsisches Wattenmeer zu werben.

Jürgen Rahmel stellte das Konzept der Entwicklungszone vor. Sie soll das Biosphärenreservat Wattenmeer mit der Kulturlandschaft binnendeichs verbinden. In der Entwicklungszone soll ein Schwerpunkt auf nachhaltige Entwicklung gelegt werden, etwa durch Umweltbildung sowie gemeinsame Tourismus-Strategien und Vermarktung.

Der Nationalpark wirbt zurzeit um Kommunen, die ab 2019 bei der Gestaltung mitmachen wollen. Nach anderthalb Jahren, in denen das Leitbild und Projekte entwickelt werden sollen, stünde 2020 die Abstimmung in den Gemeinden an, so Rahmel. Er betonte, dass damit eine Steigerung der Attraktivität verbunden sei. Zudem würden Verbindungen und Aussichten auf Förderungen entstehen. Nicht verbunden seien damit Naturschutz-Auflagen, sagte Rahmel und appellierte an die Ausschussmitglieder, der Entwicklungszone beizutreten.

„Ich lehne die Einladung wegen schlechter Erfahrungen mit Unterschutzstellung ab“, sagte Karl-Heinz Funke (Zukunft Varel), „wenn wir erst dabei sind, kommen die Einschränkungen für die Bewirtschaftung“. Ablehnend steht auch die CDU dem Beitritt Varels zur Entwicklungszone gegenüber; auch die Aussicht auf Förderungen können nicht locken: „Die Maßnahmen wären auch ohne Biosphärenreservat förderfähig“, sagte Hergen Eilers, und Dr. Susanne Engstler befürchtet Einschränkungen auch für die Industrie in Varel.

Heftige Gegenwehr kommt aus der Landwirtschaft. „Wir sind absolut dagegen“, sagte Kreislandwirt Hartmut Seetzen und führte als einen Grund „schlechte Erfahrungen mit dem Nationalpark“ an. Er befürchtet, dass das Unesco-Biosphärenreservat Vorgänger eines nationalen Biosphärenreservates werde und dann gelte Paragraf 25 des Naturschutzgesetzes.

Auch ohne Biosphärenreservat engagieren sich die Landwirte für den Naturschutz, so Hartmut Seetzen, „wenn wir Blühwiesen machen wollen, dann machen wir das, aber nicht auf Anordnung“.

Lediglich Sigrid Busch und Cordula Breitenfeldt aus der Gruppe G6 sprachen sich in der Sitzung dafür aus, „sich dem Thema Biosphärenreservat zu stellen“.

Ob die Stadt Varel der Entwicklungszone beitritt oder nicht, werden die Ratsmitglieder Anfang nächsten Jahres entscheiden.


Mehr Infos unter   www.nationalpark-wattenmeer.de/nds/biosphaerenreservat 
Traute Börjes-Meinardus Varel / Redaktion Friesland
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