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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Josefina will dem Wald helfen

11.09.2019

Varel Bäume pflanzen für den Klimaschutz – dieses Ziel hat sich die elfjährige Josefina Bulow aus Varel gesetzt. Die Sechstklässlerin hat sich bei der „Plant-for-the-Planet“-Akademie zur Klimabotschafterin ausbilden lassen. Damit die Ausbildung auch Früchte trägt, sollen möglichst bald die Bäume in die Höhe wachsen. Josefina Bulow hat sich gleich ein recht ehrgeiziges Ziel gesetzt: 50 neue Bäume sollen gepflanzt werden. „Meine Klasse ist hochmotiviert“, sagt sie.

Nur: Für 50 Bäume muss man auch erst einmal einen Platz finden. Also setzte sich Josefina Bulow mit Varels Bürgermeister Gerd-Christian Wagner in Verbindung, der wiederum die Niedersächsischen Landesforsten einschaltete. Und tatsächlich fand sich ein freier Fleck im Wald bei Büppel, den sich Josefina Bulow mit ihrer Mutter Karola Ehrich-Bulow, Wibeke Schmidt vom Forstamt in Neuenburg und Bürgermeister Wagner ansah.

Die freie Fläche ist im Grunde ein Loch im Wald: „Hier haben Sturmböen zuerst einzelne Bäume umgeknickt“, erklärt Wibeke Schmidt. Weil die Bäume sich dann nicht mehr gegenseitig stützen können, geht es danach schnell weiter: Ein Baum nach dem anderen fällt um, was bleibt, ist eine Lichtung, auf der sich vor allem Brombeeren breitgemacht haben.

„Die Natur kann diese Flächen von selbst wieder schließen, aber wir können den Verjüngungsprozess beschleunigen“, sagt die Försterin. Weiterer Vorteil: In dem Waldstück stehen vor allem Nadelbäume. Dort sollen jetzt Buchen gepflanzt werden, so dass daraus ein Mischwald wird. „Ein Mischwald ist ökologisch stabiler“, erklärt Wibeke Schmidt.

Ist das dann noch Klimaschutz?

„Wenn man für das Klima Bäume pflanzen will, muss man eigentlich eine ganz neue Fläche bepflanzen“, sagt Wibeke Schmidt. Das Forstamt hat derzeit aber keine freien Flächen für neue Waldanpflanzungen. Aber immerhin tut man so etwa für den Wald.

Die Lichtung im Wald bei Büppel ist etwa 1250 Quadratmeter groß. 50 bis 100 Bäume können Josefina Bulow und ihre Mitschüler dort mit Hilfe des Forstamts und einiger Eltern pflanzen, das Forstamt besorgt die Bäume, die Stadt sorgt für die Verpflegung aller Helfer. Stattfinden soll die Pflanzaktion im November, wenn der Boden feucht genug ist. Wann genau, muss noch geklärt werden.

Die Pflege der Bäume übernehmen anschließend die Landesforsten. Nach zehn bis 20 Jahren wird das erste Mal durchgeforstet. Schlecht gewachsene Bäume werden dann wieder entfernt, der Rest wächst weiter und wird eines Tages geerntet – schließlich ist es ein Wirtschaftswald.

Josefina Bulow hofft, dass die von ihr angestoßene Pflanzaktion nicht die letzte in Varel bleibt. Wenn jemand eine freie Fläche hat, die er überhaupt nicht nutzt, könnte man doch darauf Bäume pflanzen. „Da tut jeder ein gutes Werk dran“, sagt Wibeke Schmidt. Die Stadt nimmt auch Spenden an, um mit dem Geld Bäume zu pflanzen.

Christopher Hanraets Varel / Redaktion Friesland
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