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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Traut sich keine Firma an Brückensanierung heran?

04.01.2018

Varel An die Sanierung und Anhebung der denkmalgeschützten Fußgängerbrücke am Vareler Bahnhof traut sich offenbar keine Firma so richtig ran. „Die Leistungen hatten wir ausgeschrieben. Allerdings war die Ausschreibung nicht erfolgreich“, erklärte Egbert Meyer-Lovis, Sprecher der Deutschen Bahn, Regionalbüro Nord, am Mittwoch auf eine erneute Nachfrage der NWZ die Verzögerungen beim Start des Projektes.

Ursprünglich hatte die Bahn angekündigt, mit den Arbeiten im Herbst 2017 zu beginnen. Bislang ist nichts geschehen. Die Planungen stünden indes nicht auf dem Abstellgleis, beteuerte Egbert Meyer-Lovis: „Derzeit laufen die Gespräche mit allen Beteiligten, um das Projekt gemeinsam zu bewerten und die weiteren Schritte festzulegen.“ Ein Start des Bauvorhabens könne aktuell nicht abgesehen werden, genauso wenig wie die Fertigstellung des Projektes.

Um die Strecke Oldenburg-Wilhelmshaven elektrifizieren zu können, muss das Bauwerk aus dem Jahr 1913 angehoben werden. Derzeit hat es eine Durchfahrtshöhe von 4,90 Meter. Benötigt werden laut Bahn aber 5,70 Meter, um die Oberleitung darunter zu verlegen.

Ein Abriss ist wegen des Denkmalschutzes nicht möglich. Das Bauwerk besteht aus einer Stahlbetonskelettkonstruktion. „Das wurde damals nur sehr selten angewendet“, sagte Teilprojektleiter Ulrich Beyer. Die Vareler Brücke sei bundesweit das einzige Bahnbauwerk dieser Konstruktionsweise.

In mehreren Schritten soll es saniert werden. Zunächst müssen die Fundamente verstärkt werden. Dabei werde laut Beyer die gesamte Tragwerkkonstruktion freigelegt. Für den eigentlichen Anhebevorgang wird das Tragwerk zusätzlich mit einem Stahlkorsett stabilisiert. In diesem werde es dann angehoben, unterfüttert und auf dem neuen Fundament abgesetzt. Anschließend werde die Brücke wieder aufgebaut – ein heikles Unternehmen.

Um den Übergang von Gleis 1 zu 3 barrierefrei zu machen – das ist seit Jahren in der Diskussion –, sollen zudem zwei Fahrstühle eingebaut werden. Die Gesamtkosten bezifferte die Deutsche Bahn auf drei Millionen Euro.

Als die NWZ Mitte Dezember 2017 bei der Bahn nachgefragt hatte, gab es über die Gründe für die Verzögerung noch keine klare Aussage. „Die Planungen gestalten sich nach wie vor sehr komplex, so dass noch weitere Abstimmungen erforderlich sind“, teilte ein Sprecher vor drei Wochen mit: „Wir werden voraussichtlich Anfang 2018 konkrete Aussagen über die weitere Vorgehensweise und die terminliche Einordnung treffen können“, hieß es.

Olaf Ulbrich Redaktionsleitung Varel / Redaktion Friesland
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