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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Energiewende In Varel: Windstrom soll Dampf machen

26.11.2019

Varel Mehr Wind, weniger Erdgas – das will die Papier- und Kartonfabrik Varel (PKV) mit ihrem neuen „Klimaschutz-Modul“ erreichen. Die Funktionsweise des Moduls wurde am Montag gemeinsam mit der EWE als Projektpartner vorgestellt.

Das „Klimaschutz-Modul“ ist eine so genannte Power-to-Heat-Anlage, die Strom in Wärme umwandelt und damit Dampf für die Produktion der PKV erzeugt. Im Prinzip handelt es sich dabei um einen riesigen Kochtopf mit einem den Dimensionen entsprechenden Tauchsieder. Pro Sekunde können dort acht Liter Wasser verdampft werden – das ergibt 15 Tonnen Dampf pro Stunde.

Der Strom für die Anlage soll vor allem aus Stromspitzen aus der Windenergie kommen. Denn: Wenn die Windräder mehr Strom produzieren als gerade benötigt wird, müssen die Anlagen heruntergefahren werden, um die Netze nicht zu überlasten. „Wir schmeißen den Strom weg und bezahlen auch noch dafür“, bringt es Michael Heidkamp vom EWE-Vorstand auf den Punkt.

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Aber für jede Tonne Dampf, die mit der Hilfe von Windstrom in der neuen Anlage produziert wird, kann das werkseigene Gaskraftwerk heruntergefahren werden, das sonst für die Dampfproduktion genutzt wird. Weniger Betrieb im Gaskraftwerk bedeute wiederum einen geringeren Erdgasverbrauch, was wiederum einen geringeren CO2-Ausstoß bedeute. Daher der Name „Klimaschutz-Modul“.

Der Anteil des produzierten Dampfes aus der neuen Anlage an der Gesamtproduktion ist aber recht überschaubar: Während der übergroße Tauchsieder 15 Tonnen Dampf pro Stunde produziert, entstehen in den anderen Dampfkesseln in der gleichen Zeit 200 Tonnen. Das Modul werde am Tag etwa drei bis zehn Stunden laufen. „Das ist kein sehr großer Anteil, aber wir nutzen das Modul zur Kompensation und für Notfälle. Dafür ist es sehr gut geeignet, weil es eine kurze Reaktionszeit hat“, erklärt Henning Wald, Kraftwerksleiter bei der PKV.

Für PKV-Gesellschafter Kristian Evers ist das neue Modul ein „wichtiger Meilenstein auf dem Weg, in Zukunft einmal CO2-neutral zu produzieren“. Die rund zwei Millionen Euro schwere Investition werde sich wohl auch nicht in finanzieller Weise rechnen. „Aber wir sind überzeugt, dass wir hier etwas ausprobieren können, um zu gucken, was möglich ist“, so Evers.

„Das ist eine intelligente Form, wie man Überschussstrom nutzen kann“, sagte Heidkamp. Aber was hat die EWE davon, wenn sie ein Projekt unterstützt bei dem sie am Ende weniger Erdgas an die PKV verkaufen kann? „Eine unserer schwierigsten Aufgaben ist, das Netz stabil zu halten“, erklärt Heidkamp. „Wenn wir einen solchen Verbraucher einschalten können, hilft uns das, Stabilität im Netz herzustellen.“

Christopher Hanraets Varel / Redaktion Friesland
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