• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
+++ Eilmeldung +++
Aktualisiert vor 13 Minuten.

250-Kilo-Bombe in Rostrup gefunden
Evakuierung abgeschlossen – Entschärfung steht bevor

NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Forstwirtschaft In Varel: Im Wald heulen die Motorsägen

25.02.2020

Varel Im Vareler Wald wird derzeit durchgeforstet: Die Niedersächsischen Landesforsten fällen dort gerade auf einer Fläche von drei Hektar Eichen, die nach dem Zweiten Weltkrieg zur Aufforstung dort gepflanzt wurden. Während der Fällarbeiten werden Wege gesperrt. Zur eigenen Sicherheit sollte die Wege daher auch nicht betreten werden.

Dabei sind die Eichen mit ihren rund 75 Jahren noch relativ jung, wie Förster Jan-Michel Schmeling erklärt. „Bei diesen für ein Eichenleben jungen Bäumen fällt zwar Nutzholz an, aber Ziel ist es, den Kronen Platz zum Ausbreiten zu geben.“ Denn die Bäume im Wald sind markiert. Eine weiße Markierung bedeutet: Das ist ein Zukunftsbaum. Ein roter Punkt heißt hingegen, dass der Baum weichen muss, damit die Zukunftsbäume Platz zum Wachsen haben, sagt Lorenzo Tirre von den Landesforsten. Je nach Wetterlage werden die Arbeiten dort noch einige Tage in Anspruch nehmen.

Aus den noch jungen Bäumen werde zwar auch Nutzholz gewonnen, das stehe aber hinten an. Sie werden vor allem zu Pfahlholz verarbeitet. Stärkere Bäume können hingegen auch als Bauholz verwendet werden, das Holz aus der Krone wird als Brennholz verkauft.

Fichten, Douglasien oder Tannen sind nach 75 Jahren schon Reif für die Ernte. Eichen haben dagegen dann erst das Teenager-Alter überstanden. Um kräftige Stämme zu entwickeln, brauchen sie noch einmal etwa 100 Jahre. Das zeige auch, wie weit die Förster bei der Entwicklung der Wälder über mehrere Generationen hinweg planen müssten, sagt Jan-Michel Schmeling.

Neben dem Holzgewinn und dem Platzschaffen für die Zukunftsbäume haben die Arbeiten im Wald noch einen Zweck: Ausbildung. Die beiden Forstwirt-Azubis Pascal Grensemann und Matti Heinecke proben dort den richtigen Holzeinschlag. Denn zum Baumfällen muss man mehr tun, als nur die Säge anzusetzen.

„Wir schneiden dort eine Kerbe ins Holz, wo der Baum hinfallen soll“, erklärt Matti Heinecke. Außerdem muss alles abgesichert werden. Sind die Wege gesperrt, ein sicherer Rückweg gewährleistet und die Kollegen gewarnt, kann der Baum endlich fallen – und landet, wenn alles richtig gemacht wurde, genau dort, wo er hinsollte. Dann muss er nur noch entsprechend zugesägt werden. „Man muss lernen, den Baum einzuschätzen“, sagt Lorenzo Tirre. „Jeder Baum ist anders.“

Christopher Hanraets Varel / Redaktion Friesland
Rufen Sie mich an:
04451 9988 2504
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.