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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Einblick in Varels Riesenbatterie

20.03.2019

Varel Der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde am Dienstag der Batteriespeicher am Vareler Umspannwerk. Der Bürgerdialog Stromnetz hatte zu einer Führung über das Gelände eingeladen. Dort sind mehrere Container mit Batterien untergebracht.

Große Batteriespeicher sind an sich nichts Neues. Der Clou an dem System in Varel sind aber die beiden unterschiedlichen Batterietypen: Auf der einen Seite Natrium-Schwefel-Batterien, die zwar langsam Energie speichern, dafür eine hohe Kapazität haben, und auf der anderen Seite Lithium-Ionen-Batterien, die zwar schnell be- und entladen werden können, dafür aber eine geringe Kapazität haben. Dieser Hybridspeicher wurde bereits im November in Betrieb genommen.

„Wir stehen jetzt vor der Herausforderung, hier einen Mehrwert herauszukitzeln“, sagte Dr. Magnus Pielke vom Betreiber be.storaged. Es soll herausgefunden werden, wie das Zusammenspiel zwischen den beiden Batterietypen optimal funktioniert und wie man sie am besten einsetzt. Die japanische Wirtschaftsförderungsbehörde Nedo, die 24 Millionen Euro zu dem rund 27-Millionen-Euro-Projekt beisteuerte, will damit außerdem eine Art Blaupause schaffen, die zeigt, was man mit dieser Technologie leisten kann. Herzstück der gesamten Anlage ist ein Regler, der entscheidet, wie viel Energie in welche Art von Batterie fließt.

Die Batterien bedürfen zwar keiner besonderen Wartung, dennoch haben sie bestimmte Ansprüche an ihre Umwelt. Die Lithium-Ionen-Batterien werden beispielsweise ständig auf 18 bis 20 Grad Celsius temperiert, da sie bei diesen Temperaturen besonders leistungsstark sind. Die Natrium-Schwefel-Batterien laufen sogar bei einer Temperatur von 280 bis 300 Grad. Darunter ist die Batterieflüssigkeit nämlich keine Flüssigkeit, sondern fest. Um diese Temperaturen zu erreichen, werden die Container elektrisch beheizt. Vor Verbrennungen muss aber niemand Angst haben. Die Container sind gut isoliert.

Noch bis Februar läuft das gemeinsame Projekt mit den Japanern. Danach übernimmt die EWE den alleinigen Betrieb der Anlage. Die Batterien sollen mindestens zehn Jahre halten, können aber – je nach Gebrauch – auch länger laufen. Danach müssen sie vom Hersteller zurückgenommen und recycelt werden.

Christopher Hanraets Varel / Redaktion Friesland
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