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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

So gießt man Pflanzen richtig

25.07.2019

Varel Die Sonne scheint in dieser Woche unaufhörlich auf Friesland, das Thermometer klettert Stück für Stück nach oben, keine Wolke ist am Himmel zu sehen. Die Pflanzen im Garten sind auf Wasser aus der Gießkanne oder einem Wassersprenger angewiesen – und auch die Menschen sollten an diesen heißen Tagen darauf achten, ausreichend Wasser zu sich zu nehmen. Die NWZ beantwortet die wichtigsten Fragen – für Mensch und Pflanze.

Der Dürresommer aus dem vergangenen Jahr ist bei Bernd Lameyer von der Vareler Gärtnerei Lameyer noch allgegenwärtig. „Die Pflanzen haben sich von dem fehlenden Wasser noch nicht wieder vollständig erholt“, sagt er.

Woran erkennt man, dass gegossen werden muss?

Mit der Fingerprobe. „Wenn der Boden noch feucht ist, hat die Pflanze noch ausreichend Wasser“, sagt Lameyer. Nur weil die Hortensie beispielsweise ihre Blätter zusammenzieht, bedeutet das noch nicht, dass sie gefährdet ist, auszutrocknen. „Das ist ein Schutzmechanismus vor der Sonne“, sagt der Experte.

Zu welchem Zeitpunkt sollte man gießen?

Dann, wenn die Sonne noch nicht so eine extreme Kraft beim Scheinen hat – in den frühen Morgen- oder Abendstunden also. „Ich würde den Morgen zum Gießen empfehlen“, sagt Bernd Lameyer. Wenn abends gegossen wird, erhöht sich nämlich das Pilzbefall-Risiko.

Welche Pflanzen brauchen besonders viel Wasser?

Sanvitalia und Hortensie – das sind die Pflanzen, die besonders viel Wasser bei diesen heißen Temperaturen benötigen. Werden sie nicht gegossen, machen sie recht schnell schlapp. Anders ist es bei Geranien. „Sie sind deutlich robuster und überstehen es auch, wenn sie bei solchen Temperaturen und den Sonnenstrahlen mal einen Tag nicht gegossen werden“, sagt Bernd Lameyer.

Wie kann man seinen Rasen schützen?

Den Rasen am Abend kurz für zehn Minuten wässern – wer kennt das nicht. Doch es ist die falsche Herangehensweise. „Besser ist es, drei Tage zu warten und den Rasen dann für 30 Minuten zu sprengen.“ Das Wasser sickert bei kurzem Wässern nämlich nicht bis zu den Wurzeln. Diese würden daraufhin nach oben wachsen – der Rasen wird schneller braun. Und wie bei den Pflanzen rät der Experte das Gießen am Morgen: „Da verdunstet nicht so viel Feuchtigkeit.“

Was ist bei der Hitze mit dem Menschen?

Beim ganzen Gießen der Pflanzen und Bearbeiten des Gartens wird aber oft vergessen, selbst ausreichend zu trinken. Gerade für ältere Menschen ist die Aufnahme von genügend Flüssigkeit von großer Bedeutung. Vor allem, wenn diese noch wassertreibende Medikamente (Diuretika) einnehmen. Der Hausarzt weiß genau, ob diese Arzneimittel reduziert werden sollten, wenn die Temperaturen draußen mehr als 30 Grad betragen.

Was passiert, wenn man nicht ausreichend trinkt?

„Ohne genügend Flüssigkeit bricht die Körperfunktion zusammen“, erklärt Peter Plettenberg, Chefarzt der Geriatrie im St. Johannes-Hospital Varel. „Im Alter ist die Gesundheit oftmals wie ein Dominospiel. Stürzt nur ein Stein um, dann stürzen alle anderen mit“, so Plettenberg. Älteren Menschen würde oft schwindelig werden. „Stürzen sie, kann es leicht zu einem Beinbruch kommen. Auch die Nieren arbeiten im Alter schlechter und verlieren ihre Leistungsfähigkeit. Hierdurch häufen sich Gift- und Abfallstoffe im Körper an. Diesen Ablauf kann man nahezu unendlich fortsetzen.“

Wie merkt man, dass man zu wenig getrunken hat?

Trinkt man zu wenig, fühlt man sich oft abgeschlagen und zu nichts mehr fähig. Möglicherweise treten Kopfschmerzen auf. Bevor man zu einem Schmerzmittel greift, sollte man auch an einen möglichen Flüssigkeitsmangel denken. Menschen, die sich nicht mehr selbst helfen können, müssen unter allen Umständen immer wieder Getränke angereicht bekommen. 1,5 bis zwei Liter am Tag sind normal. Bei starkem Schwitzen dürfen es auch zwei bis drei Liter sein.

Worauf sollte man bei den Getränken achten?

Wichtig ist, dass die Getränke Mineralstoffe enthalten. Kaffee und Alkohol sind zu meiden, weil sie die Flüssigkeitsausscheidung steigern und damit dem Körper Wasser entziehen. Es gilt, einen gesunden Mittelweg zu finden. Denn zu viel Flüssigkeit belastet das Herz. In der Folge schwellen die Beine an und es kann zu Luftnot kommen. Plettenberg rät allen Menschen, auf ihren Körper zu hören. „Diesen Ratschlag zu befolgen, schadet übrigens auch jüngeren Menschen nicht – wenn sie alt werden möchten“, sagt er.

Sönke Spille Volontär, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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