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Versuchte Tötung löst Großeinsatz aus
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Aktualisiert vor 5 Minuten.

Frau In Norddeich In Lebensgefahr
Versuchte Tötung löst Großeinsatz aus

NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Varel wirbt um junge Ärzte

04.06.2018

Varel Was können die Städte und Landkreise in den ländlichen Regionen tun, um Nachwuchsmediziner anzuwerben? Eine Möglichkeit ist es, schon den Medizinstudenten die Vorzüge der Region zu zeigen. Aus Angst vor drohendem Ärztemangel haben sich die Landkreise Wesermarsch, Friesland und die kreisfreie Stadt Wilhelmshaven zur Gesundheitsregion Jade-Weser zusammengeschlossen, um Medizinstudenten auf sich aufmerksam zu machen. 21 zukünftige Ärzte waren jetzt auf Einladung der Gesundheitsregion Jade-Weser in Varel zu Gast.

Die Nachwuchsmediziner haben sich am Samstag am Vareler Hafen getroffen. Teilnehmer waren Medizinstudenten der Universitäten aus Göttingen, Magdeburg, Münster, Oldenburg und Hannover. „Wir wollen nicht mit Geld um Menschen werben, sondern zeigen, dass wir eine gute Ausbildung bieten“, sagte Allgemeinmediziner Jens Wagenknecht, Vorsitzender der Bezirksstelle Wilhelmshaven der niedersächsischen Ärztekammer. Am Wochenende bot die Ärztekammer Niedersachsen einen Elektrokardiogramm-Kursus (EKG) an.

Zum ersten Mal am Meer

Neben den praxisorientierten Kursen, die an den fünf Klinikstandorten Nordenham, Brake, Varel, Sande, Wilhelmshaven und in verschiedenen Haus- und Facharztpraxen der Region stattfanden, wurde den Studenten bei mehreren Ausflügen auch die Region gezeigt.

„Schön, dass ihr unsere Region und eure eventuellen zukünftigen Arbeitsplätze besucht habt. Hier kann man nicht nur gut Urlaub machen, sondern auch gut leben und arbeiten“, sagte Varels Bürgermeister Gerd-Christian Wagner.

Zum Problem wird die Gesundheitsversorgung auf dem Land wegen des demografischen Wandels: Immer mehr Ärzte hören aus Altersgründen auf. 51 000 Haus- und Fachärzte gehen bis 2021 deutschlandweit in den Ruhestand. Junge Ärzte wollen häufig keine eigene Praxis auf dem Land haben, sondern lieber in einem größeren Klinikum in einer Stadt arbeiten. Unter anderem fürchten sie den erheblichen bürokratischen Aufwand, das finanzielle Risiko und die Tatsache, dass sie für die Patienten in einem ländlichen Ort nahezu ständig zur Verfügung stehen müssen.

Einige Teilnehmer des Seminars sahen die Nordsee zum ersten Mal. „Wir wissen zwar noch nicht, wo es nach dem Studium hingeht, aber von diesem Wochenende sind wir positiv überrascht“, freuten sich Karina Scholz und Isabel Wiebe von der Uni Magdeburg. Ihr Studienkollege Christian Naoussi sagte: „Ich war noch niemals hier, es ist wunderschön und solche netten Leute habe ich lange nicht mehr erlebt.“ Er will mindestens zum Urlaub wieder in die Region kommen.

„Diese Aktion ist eine Investition in die Zukunft, sicherlich werden wir daraus in etwa zehn Jahren nach erfolgreichem Studium Fachärzte für die Region gewinnen können“, ist sich Jens Wagenknecht sicher. Über erste Erfolge aus vorangegangenen Veranstaltungen berichtete der Geschäftsführer der Ärztekammer Klaas Hinrichs: „Einige damalige Teilnehmer absolvieren schon das erforderliche praktische Ausbildungsjahr in den teilnehmenden Krankenhäusern, weitere haben sich als dafür beworben.“

Rundflug über die Küste

Das Rahmenprogramm bot einen geführten Rundgang um den Vareler Hafen, den Besuch des Maritimen Kuriositäten-Museums Spijöök, Rundflüge ab Mariensiel und Segeltörns auf dem Jadebusen an. Die gemeinsame Abendveranstaltung aller Teilnehmer im Restaurant „Aal und Krabbe“ am Vareler Hafen mit Referenten und Ehrengästen wurde von den Teilnehmern zu ausgiebigen Gesprächen genutzt.

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