• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Nabu: Für Radweg keine Bäume fällen

30.08.2018

Varel /Hohenberge Der Naturschutzbund Nabu lehnt den Bau eines Radwegs an der Kreisstraße 113 (Neuwangerooger Straße) zwischen Hafen und B 437 ab. Zwar werde der Bau des Radwegs grundsätzlich als sinnvoll erachtet und begrüßt, schreibt Nabu-Sprecher Martin Heinze, aber auf dem Straßenstück befinde sich die einzige Eschen-Allee auf Vareler Gebiet.

Eschen-Alleen seien zwar schwerpunktmäßig in Marschgebieten zu finden, mit einem Anteil von vier Prozent aber sehr selten. „Varel ,Stadt der Alleen‘ (so eine Publikation des Nabu Varel), kann diesen seltenen Alleen-Typus nicht entbehren“, schreibt Heinze. Es sei nicht akzeptabel, dass die Bäume für den Bau eines Radwegs gerodet würden. Eher müssten die Lücken auf der Westseite geschlossen werden, so Heinze.

Der Bau des Radwegs sei gleich in doppelter Hinsicht schädlich: Erstens aus ökologischer Sicht und zweitens büße die Strecke für Radfahrer an Attraktivität ein, wenn man die Bäume der Allee dort entferne. „Man kann den Fahrradtourismus in Varel nicht fördern, wenn man mit dieser Allee gleichzeitig einen Attraktivitätsfaktor beseitigt“, schreibt Heinze.

Der Nabu schlägt daher vor, den Radweg auf der östlichen Seite östlich der Baumreihe zu bauen. Dabei sollten auch die Lücken in der Allee gefüllt werden. „Die Bepflanzung von Lücken in der Allee sollte ein Teil der für den Radwegebau notwendigen Kompensation sein“, so Heinze. Die finanziellen Mehrkosten könnten durch Mittel aus dem Leader-Förderprogramm aufgebracht werden.

Ein andere sehr gute Lösung wäre laut Heinze ein so genannter „Schutzstreifen außerorts“. Diese Streifen existieren derzeit allerdings nur in wenigen Orten als Modellprojekt. Dazu werden Fahrstreifen für Radfahrer auf die Straßenfahrbahn aufgebracht. Für Autofahrer gibt es dann nur noch einen Kernfahrstreifen. Obwohl diese Schutzstreifen in den Modellregionen bei allen Verkehrsteilnehmern gut ankamen, steht eine endgültige Genehmigung vom Bund noch aus. Heinze fordert, gegenüber dem Verkehrsministerium Druck aufzubauen.

Ansonsten bliebe laut Heinze noch die Möglichkeit, auf den Radweg zu verzichten und dort die Höchstgeschwindigkeit auf 30km/h zu begrenzen.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.