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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Wird das Personal in Varels Bädern überbelastet?

06.06.2018

Varel Wird in Varels Bädern am Personal gespart? Kurdirektor Johann Taddigs, der zugleich als Restrukturierungsmanager dafür zuständig ist, die drei Bäder der Stadt organisatorisch unter einem Dach zusammen zu führen, musste sich am Montagabend im Ausschuss für Schulen, Kultur und Sport einige Vorwürfe gefallen lassen und den Ausschussmitgliedern Rede und Antwort stehen.

Was wird dem Kurdirektor vorgeworfen?

Taddigs musste vor dem Ausschuss Stellung nehmen, weil die Ratsfraktion Zukunft Varel (ZV) einen Antrag gestellt hatte, um einen Bericht zur Situation der Vareler Bäder zu bekommen. Hintergrund ist das Dreibädermodell, das seit Anfang 2017 umgesetzt wird. Es sieht vor, alle Bäder, das Freibad am Bäker, das Hallenbad in Varel und das Quellbad in Dangast unter einen Hut zu bringen, um so letztlich Kosten zu sparen.

Das sind die neuen Hallenbad-Zeiten

Nach den neuen Öffnungszeiten hat das Hallenbad in Varel künftig montags von 17.30 bis 21.30 Uhr, dienstags von 6.30 bis 8 und von 13.30 bis 21.30 Uhr, mittwochs von 6.30 bis 8 und 12 bis 19 Uhr geöffnet. Am Mittwoch ist von 19 bis 21 Uhr außerdem das Damenbaden. Am Donnerstag hat das Bad von 6.30 bis 8 und von 13.30 bis 17 Uhr, freitags von 13.30 bis 20.30 Uhr, samstags von 8 bis 17 Uhr und sonntags von 8 bis 13 Uhr geöffnet.

Darüber hinaus soll das Hallenbad in den Ferien (außer Sommerferien) dienstags und donnerstags von 10 bis 13 Uhr öffnen. Vier große Motto-Veranstaltungen und mindestens ein Lichterabend im Jahr sollen zusätzlich Gäste ins Hallenbad locken.

Die Neuerungen müssen aber noch vom Verwaltungsausschuss beschlossen werden.

Laut Axel Neugebauer (ZV) verlaufe die Umstrukturierung aber chaotisch und zu Lasten des Personals. „Es scheint in der Verwaltung noch nicht ganz klar zu sein, wer für was zuständig ist. Es herrscht jetzt ein ziemlicher Wirrwarr“, sagte er. Manche Mitarbeiter der Bäder hätten drei Wochen ohne einen einzigen freien Tag durchgearbeitet. „Das kann nicht angehen“, so Neugebauer. Schließlich müssten die Schwimmmeister jederzeit in der Lage sein, Menschen im Notfall aus dem Wasser zu retten. Die Arbeit dort sei gerade bei dem heißen Wetter in den vergangenen Wochen extrem anstrengend.

Zudem werde großer Druck auf die Mitarbeiter ausgeübt, wenn etwa im Krankheitsfall bei zu wenig Personal das Bad geschlossen bleibe. Neugebauer empfahl, sich mit der DLRG zusammen zu setzen, um nach Lösungen zu suchen und brachte Maßnahmen wie Urlaubssperren und Saisonkräfte ins Gespräch.

Was sagt der Kurdirektor zu den Vorwürfen?

Die Kritik seitens ZV bezeichnete Taddigs als „nicht ganz fair“. Derzeit gebe es zwei personelle Ausfälle, die nur schwer zu kompensieren seien – und das zu einer Zeit, in der in den Bädern Hochbetrieb herrsche, weil alle Schwimmbäder voll geöffnet seien. „So kann es zu solchen Belastungsspitzen kommen“, sagte Taddigs. Stellen doppelt zu besetzen könne man sich schlichtweg nicht leisten, dafür sei der Bäderbetrieb zu klein. Dass Druck auf die Mitarbeiter ausgeübt werde, weil im Zweifel das Bad geschlossen werde, kann Taddigs nicht nachvollziehen. Für ihn sei es eine Frage der Sicherheit, das Bad zu schließen, wenn kein fachkundiges Personal zur Verfügung stehe.

Taddigs räumte auch ein, dass es noch einige „Hakeleien“ gibt. Der organisatorische Rahmen sei nicht immer ganz klar. Hinzu komme, dass Abläufe, die sich über Jahrzehnte eingespielt haben, jetzt verändert werden. Daraus ergeben sich laut Taddigs einige „Reibungsverluste“. Er verwies außerdem darauf, dass die Zusammenarbeit mit der DLRG sehr eng sei.

Der Kurdirektor betonte die Vorteile des neuen Modells: Beispielsweise könne so für alle drei Bäder gemeinsam eingekauft werden. Und auch für das Personal ergeben sich Vorteile, weil man flexibler mit Urlaubszeiten umgehen kann.

Was ändert sich als nächstes bei den Bädern?

Die nächste – und vom Schul-, Kultur und Sportausschuss angenommene – Änderung bei den Bädern betrifft die Öffnungszeiten im Hallenbad (siehe Infobox). Wesentliche Änderungen sind die frühere Schließung am Freitagabend und ein weiteres Frühschwimmen am Mittwoch.

Christopher Hanraets Varel / Redaktion Friesland
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