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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Am Deich steht noch viel Arbeit an

10.05.2019

Varel Die Deiche im südlichen Friesland für den Abschnitt zwischen dem Jade-Wapelersiel und Dangast sind sicher. Dennoch müssen Anstrengungen unternommen werden, damit das so bleibt. So lautet das Fazit der Frühjahrsdeichschau im II. Oldenburgischen Deichband vom Donnerstagmorgen.

Den größten Handlungsbedarf gibt es in diesem Jahr an der Vareler Schleuse. „Es kommen umfangreiche Sanierungsarbeiten auf uns zu“, sagte Rainer Rädicker, Geschäftsführer des Zweckverbandes Vareler Hafen. Beide Fluttorpaare müssen ausgehoben und repariert werden. „Der Schleusenbetrieb wird dabei so weit wie möglich aufrecht erhalten“, sagte er. Dennoch komme es zu Sperrungen. „Der Küstenschutz muss aber gewährleistet werden“, bat Rädicker um Verständnis.

Grund für die Arbeiten ist der Schlick, der aus dem Jadebusen vor die Schleuse gespült wird. Dadurch wirken beim Öffnen und Schließen der Schleuse enorme Kräfte auf die Tore, die dadurch schneller verschleißen. „Wir spülen sehr viel, aber die Situation verbessert sich nicht“, forderte Rädicker Unterstützung von Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). Schon jetzt werden Räumboote aus Wapelersiel und aus Norden eingesetzt. Eine dauerhafte Lösung müsse aber her.

Noch zwei Jahre wird auf der Baustelle am Wapelersiel gearbeitet. „Die vier Sielzüge sind in Betrieb“, sagte Burchard Wulff, Vorsteher des II. Oldenburgischen Deichbandes, „nun werden die Pumpenausläufe zurückgebaut.“ Sie werden mit einer Länge von 70 Metern neu gebaut. Das Sielgebäude soll stehen bleiben. Die Planungen für die Deicherhöhung von Wapelersiel bis nach Dangast sollen derweil noch in diesem Jahr beginnen, kündigte Wulff an. Der Deichband habe für dieses Millionenprojekt bereits 31 Hektar Land angekauft. Wann Baubeginn ist, stehe indes noch nicht fest. „Zunächst muss der Deich nach der Fertigstellung am Wapelersiel aufgebaut werden“, so Wulff. Die Nachfrage von Varels Erstem Stadtrat Dirk Heise, wann der Radweg entlang des Deichverteidigungsweges wieder geöffnet werde, beantwortete Wulff: „Frühestens 2021.“

Frieslands Landrat Sven Ambrosy forderte erneut von der Landesregierung mehr Geld für den Küstenschutz. „Wir müssen auf 100 Millionen Euro im Jahr mindestens kommen.“ Zudem forderte er mehr Engagement in der Forsche und Lehre, um qualifiziertes Personal zu bekommen: „Wir brauchen Facharbeiter und Ingenieure.“ Den von Umweltminister Olaf Lies (SPD) in die Diskussion gebrachten Klimafonds bezeichnete Ambrosy als „unterstützenswert“. Mit Blick auf die vom Umweltministerium in Aussicht gestellten Gelder für den Deichbau sagte er zufrieden: „Unsere Botschaft ist in Hannover angekommen.“


Ein Film-Betrag von der Deischschau:   www.nwzonline.de/videos 
Olaf Ulbrich Redaktionsleitung Varel / Redaktion Friesland
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