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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Deichbaustellen in Friesland werden geschlossen

23.10.2019

Varel Mit einem sonoren Surren setzen sich die beiden jeweils zwölf Meter hohen und 26 Tonnen schweren Stahlkolosse in Bewegung. Langsam öffnen sich die inneren Fluttorpaare in der Vareler Schleuse, fasziniert beobachtet von den Experten der Herbstdeichschau, die sich am Dienstagmorgen in der trockengelegten Kammer vom Erfolg der Sanierung überzeugten.

„Es sind nur noch Restarbeiten zu erledigen“, sagte Rainer Rädicker, Geschäftsführer des Zweckverbandes Vareler Hafen. Ab Freitag soll wieder geschleust werden. Dann ist diese Großbaustelle im Deichabschnitt zwischen Wapelersiel und Dangast geschlossen. Die Kosten: 350 000 Euro.

Auch am Wapelersiel gehen die Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten in die letzte Runde. Das 32-Millionen-Euro-Projekt nähert sich dem Abschluss. „Die vier Pumpenzüge sind fertig, die Pumpen könnten sofort in Betrieb gehen“, sagte Burchard Wulff, Vorsteher des II. Oldenburgischen Deichbandes. Im kommenden Jahr soll alles fertig sein. „Wir werden den Deich bis dahin noch auf die geforderte Höhe bringen, es werden einige Wege gebaut und die Wände der neuen Betriebsgebäude verklinkert.“

„Wir sind mit dem Budget im großen und ganzen im Rahmen geblieben“, sagte Burchard Wulff. Der Deichbandvorsteher lobte dabei vor allem die gute Zusammenarbeit mit den beteiligten Baufirmen, Architekten und Ingenieuren sowie dem Entwässerungsverband.

Dieser meldete etwas später an der Station Vareler Siel: „Bei uns gibt es keine besonderen Vorkommnisse.“ Einzig die Verschlickung des Jadebusens werde in den kommenden Jahren immer wieder für Probleme sorgen.

Auch im Deichabschnitt Dangast sei alles in Ordnung. Die Bäume in der Verlängerung des Kukshörner Wegs wurden, wie vom Deichband und der Unteren Deichbehörde des Landkreises Friesland gefordert, gefällt. „Demnächst werden auch noch die Baumstümpfe und Wurzeln entfernt“, kündigte Kurdirektor Johann Taddigs an.

An der Deichmauer beim Alten Kurhaus gibt es ebenfalls keine Probleme. Lediglich einige Fugen der Klinkermauer seien beim ersten richtigen Hochwasser des Jahres ausgespült worden, berichtete Grundstückseigentümerin Maren Tapken. Am Strand wurden vom Kurhaus sowie dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) Sand aufgefahren.

„Die Deiche sind sicher und für die Sturmflutsaison gerüstet“, stellten Burchard Wulff und Dr. Martin Derendorf von der Kreisverwaltung fest. Dennoch gebe es auch künftig noch einiges zu tun, damit das so bleibt. Wulff weiß, dass gerade am südöstlichen Jadebusen die Deiche noch erheblich erhöht werden müssen, denn hier gibt es noch einen Unterbestick von bis zu einem Meter.

Und auch an der Vareler Schleuse stehen noch einige Arbeiten an, sagte Rainer Rädicker. So müsse die Brücke erneuert werden, die durch den Verkehr, vor allem schwere Fahrzeuge, verschlissen sei. Eine neue elektronische Steuerung müsse eingebaut werden – diese ist noch auf dem Stand von 1977 –, zudem sind aufgrund von Setzungen im Deich Risse im Mauerwerk der Maschinenräume entstanden.


Ein Film von der Deichschau unter   www.nwzonlinde.de/videos 
Olaf Ulbrich Redaktionsleitung Varel / Redaktion Friesland
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