• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Steht so eine Brücke bald auch in Varel?

05.02.2019

Varel /Lauenbrück Steil und ohne Dach steht sie da, die Fußgängerbrücke am Bahnhof von Lauenbrück. Die beiden gläsernen Fahrstühle, die das Bauwerk aus Stahl und Beton barrierefrei machen, sind schmuddelig, in ihnen liegt Müll und die Fenster sind beschlagen und verkratzt. Die Stufen sind nass und glitschig, der Streusand knirscht unter den Schuhen.

Dennoch: Um ohne Treppen steigen zu müssen oder mit einem Rollstuhl von Gleis 1 zu Gleis 3 zu gelangen, erfüllt die Konstruktion ihren Zweck – und sie ist kostengünstig. Deshalb hat sie die Deutsche Bahn am Haltepunkt im Kreis Rotenburg auch so gebaut. Ebenso wie an weiteren Bahnhöfen auf der Strecke zwischen Bremen und Hamburg. Und auch in Varel könnte so eine Brücke, kalt und grau, auch bald stehen. Zumindest wenn es nach der Deutschen Bahn geht.

Thema Bahnbrücke heute erneut Thema im Ausschuss

Der Planungsausschuss der Stadt Varel befasst sich in seiner nächsten öffentlichen Sitzung an diesem Dienstag, 5. Februar, erneut mit dem Thema Bahnhofsbrücke. Beginn ist um 17 Uhr im Rathaus II in Langendamm, Zum Jadebusen 20. In der Diskussion will die Verwaltung den Politikern Vorschläge zur weiteren Vorgehensweise vorstellen. Bereits an diesem Mittwoch, 6. Februar, finden die nächsten Gespräche mit der Bahn in Hannover statt.

Ein weiteres Thema in der Ausschusssitzung ist das Klimaschutzkonzept. Die Verwaltung will die Umsetzungsmöglichkeiten erörtern, um einen Beschluss über das weitere Vorgehen fassen zu können. Auf der Tagesordnung steht zudem die Diskussion um das Biosphärenreservat Niedersächsisches Wattenmeer.

Denn die denkmalgeschützte Fußgängerbrücke von 1913 soll weg. Weil sie zu niedrig ist. Zwar plante die Deutsche Bahn bislang, das Bauwerk am Vareler Bahnhof anzuheben, um die Gleise darunter mit einer elektrischen Oberleitung versehen zu können. Diese Variante sollte 2,6 Millionen Euro kosten, aber nur ein Unternehmer bot sich für vier Millionen an – zu teuer für die Bahn. Seitdem drängt sie auf einen Abriss und Neubau.

Die Entscheidung, ob die Brücke saniert oder neu gebaut wird, fällt das Eisenbahnbundesamt. Gibt diesem einem Abriss statt, wäre das Ensemble mit dem historischen Bahnhofsgebäude und dem angrenzenden Güterschuppen, den laut Bürgermeister Gerd-Christian Wagner ein Investor demnächst wieder nutzen möchte, zerstört. Denn dass sich die Bahn an die Wünsche aus Varel hält, daran zweifelt der Verwaltungschef der Stadt. „Die Bahn hat kein Interesse, etwas Schönes zu machen. Es wird dann wohl eine 08/15-Stahlkonstruktion wie woanders auch“, mutmaßte Gerd-Christian Wagner während der Diskussion im Planungsausschuss Ende Januar.

In dieser Runde schlug Ratsherr Dirk Brumund (CDU) vor, die Brücke nach einem möglichen Abriss im alten Stil wieder aufzubauen. Doch die Stadt Varel hat in diesem Verfahren allerdings lediglich das Recht, eine Stellungnahme abzugeben.

Bereits an diesem Mittwoch, 6. Februar, steht das nächste Gespräch mit der Deutschen Bahn und der Denkmalschutzbehörde, die der Stadt beratend zu Seite steht, in Hannover an. Die Stadt will in der Debatte möglichst schnell für eine barrierefreie Lösung sorgen.

Denn die Barrierefreiheit steht zunächst einmal in keinem Zusammenhang mit dem Denkmalschutz. Laut Stadtplaner Olaf Freitag solle seitens der Stadt eine Lösung für die Bahnsteigbrücke im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten „ergebnisoffen“ gesucht werden.

Olaf Ulbrich Redaktionsleitung Varel / Redaktion Friesland
Rufen Sie mich an:
04451 9988 2501
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.