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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Nässe Setzt Wahrzeichen Zu: Vareler Wasserturm muss repariert werden

13.11.2019

Varel Die Nässe setzt dem Vareler Wasserturm zu: Deshalb muss das Wahrzeichen der Stadt an der Oldenburger Straße repariert werden. Untersuchungen hätten ergeben, dass das Mauerwerk im oberen Bereich Schäden aufweist, teilte Volker Diebels, Sprecher des Betreibers EWE, am Dienstag auf Nachfrage des „Gemeinnützigen“ mit: „An fünf der acht Seitenwände müssen Fugen und Steine erneuert werden.“

Das Wasserwerk

Der Start der zentralen Trinkwasserversorgung erfolgte in Varel nach dem Bau des Wasserturms 1914. Seit 1956 ist EWE und heute EWE-Netz im Auftrag der Stadt für den Betrieb verantwortlich. Zur Wasserspeicherung stehen 2300 Kubikmeter Speichervolumen zur Verfügung. Davon entfallen 300 Kubikmeter auf den Hochbehälter des Wasserturms.

Mit seinen 54 Metern Höhe überragt der Wasserturm das Werk als unübersehbares Zeichen für die damals noch sehr fortschrittliche zentrale Trinkwasserversorgung. Heute fließt für rund 14 000 Einwohner täglich frisches Trinkwasser aus 3700 Hausanschlüssen durch das rund 60 Kilometer lange Versorgungsnetz. Dieses wurde 1968 durch einen zusätzlichen Tiefbehälter erweitert.

Das Grundwasser wird zunächst in geschlossenen Filtern belüftet und von Eisen befreit. Danach wird das Wasser in einen geschlossenen Riesler geleitet, um die Kohlensäure auszutreiben. In einer zweiten geschlossenen Filteranlage wird dem Wasser dann das Mangan entzogen.

Der Vareler Wasserturm wurde 1913/1914 errichtet. Um ein Stahlbetonskelett wurden rote Backsteine verbaut und außen verklinkert. Durch die undichten Stellen dringe nun von außen Feuchtigkeit ein. Das führte innen zur Schimmelbildung.

Für die Reparatur würden Kosten im niedrigen sechsstelligen Bereich anfallen, kündigte Dirk Heise, Erster Stadtrat und Betriebsleiter des Eigenbetriebs Wasserwerk, am Montagabend während der Sitzung des Bauausschusses an. Diese könnten nicht alleine aus den Mitteln des Betriebsausschusses für den Eigenbetrieb Wasserwerk übernommen werden. Zuschüsse müsste auch aus dem Haushalt der Stadt Varel fließen, gab Dirk Heise den Politikern zur Kenntnis.

Die EWE bemühe sich zudem um weitere Zuschüsse. „Wir prüfen derzeit, ob es weitere Fördermöglichkeiten aus dem Denkmalschutz oder der Tourismusförderung gibt“, sagte Volker Diebels. Daran, dass der Wasserturm saniert und damit auch langfristig erhalten werde, gebe es indes keine Zweifel. „Er ist nicht nur ein Wahrzeichen von Varel, sondern auch ein Denkmal“, betonte Dirk Heise.

Besonders kostspielig werde die Sanierung, weil an der Fassade des Wasserturms ein Gerüst aufgebaut werden müsse. „Das wird bis auf eine Höhe von 40 Metern reichen“, erläuterte Volker Diebels. Bis die Arbeiten am Mauerwerk abgeschlossen sind, dauere es zudem: „Das Gerüst wird eine ganze Weile lang stehen bleiben müssen.“

Wann die Sanierung beginnt, stehe indes noch nicht fest. Um alle Arbeiten fachgerecht vornehmen zu können, müsse es trocken sein. Auf die Wasserversorgung der Stadt haben die Sanierungsmaßnahmen keinen Einfluss.

Bereits 2004 war der Wasserturm eingerüstet. Damals war das Bauwerk wegen der Sanierung des Hochbehälters knapp eineinhalb Jahre gesperrt. Die Kosten damals: 360 000 Euro.

Olaf Ulbrich Redaktionsleitung Varel / Redaktion Friesland
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