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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Papierfabrik Varel vergrößert Kraftwerk

16.05.2019

Varel Die Papier- und Kartonfabrik Varel (PKV) vergrößert ihre Anlage zur Dangaster Straße hin. „Wir wollen unser Kraftwerk modernisieren, um die Kraft-Wärme-Kopplung weiter auszubauen“, bestätigte Unternehmenssprecher Sönke Klug. Über den Erweiterungsantrag der PKV informierte Olaf Freitag von der Stadtverwaltung in der jüngsten Sitzung des Planungsausschusses die Vareler Politiker.

Dieses Vorhaben, mit dem 2020 begonnen werden soll, hat Auswirkungen auf weitere Veränderungen auf dem Firmengelände. Denn durch den Neubau einer großen Halle fallen Mitarbeiter-Parkplätze weg. Diese werden gegenüber der Dangaster Straße neu geschaffen.

Was ist ganz konkret geplant?

Die PKV möchte ein neues Gebäude errichten, um das bestehende Kraftwerk zu modernisieren. „Dazu wollen wir zwei alte Dampfturbinen gegen zwei neue tauschen“, teilte Unternehmenssprecher Sönke Klug auf Anfrage mit. Geplant sei, dafür das Kraftwerksgebäude in Richtung Dangaster Straße zu erweitern, quasi davor ein neues zu bauen. Die Abmessungen der neuen Halle betragen 22 Meter mal 43 Meter bei einer Höhe von 15,50 Meter. Das Gebäude erhält einen 30 Meter hohen Schornstein.

Laut Olaf Freitag, stellvertretender Leiter des Fachbereichs Planung und Bau, könne die Stadtverwaltung dem Projekt bauplanungsrechtlich zustimmen: „Die Immissionswerte muss die Gewerbeaufsicht prüfen.“ Die Ausschussmitglieder nahmen das Vorhaben zur Kenntnis und verzichteten nach einer kurzen Diskussion auf eine städtebauliche Steuerung. So steht dem Vorhaben rechtlich nichts im Wege.

Welcher Brennstoff wird eingesetzt?

Die Turbinen im neuen Kraftwerk werden zu 100 Prozent mit Erdgas und selbst erzeugten Biogas angetrieben, teilte Klug mit: „Wo möglich, sind wir dabei, immer mehr regenerative Energien wie Biogas, Sonnen- und perspektivisch auch Windstrom zu nutzen.“ Damit entkräftete er Vermutungen des Ratsherrn Leo Klubescheidt (Zukunft Varel) der vermutete, die Anlage werde durch Verbrennen von Abfall betrieben. Das korrigierte während der Sitzung schon Olaf Freitag.

Kommen Geruchsbelästigungen auf die Bürger zu?

Diese Vermutung von Ratsfrau Sabine Kundy (Zukunft Varel) räumte Klug auf NWZ-Nachfrage aus. „Nein“, sagte der Unternehmenssprecher: „Auch das heutige Kraftwerk riecht nicht.“

Warum gibt es keine öffentliche Auslegung?

Olaf Freitag wies in der Ausschusssitzung darauf hin, dass es keine öffentliche Auslegung für das Projekt geben wird. Das kritisierten einige Politiker. Dazu die PKV: „Es gibt verschiedene Arten von Genehmigungsverfahren. Manche erfordern eine öffentliche Auslegung der Pläne, weil Auswirkungen auf Menschen und Umwelt angenommen werden. Wo das nicht der Fall ist, sieht das Genehmigungsverfahren auch keine öffentliche Auslegung vor.“

Das bedeute: „Unser Vorhaben hat keine Auswirkungen, die eine Auslegung erfordern. Das hat uns das Gewerbeaufsichtsamt bestätigt.“ Dennoch wolle die PKV transparent informieren. „Optisch wird sich durch das neue Gebäude ja etwas ändern“, so Klug, der ankündigte: „Wir sprechen deshalb vorab intensiv mit den direkten Anwohnern – auch, weil wir noch vor Baubeginn den Schallschutz zwischen dem Werk und den Grundstücken verbessern wollen.“

Wie wird der neue Parkplatz gestaltet?

Wie viel Natur geht verloren? „Die Ersatz-Parkplätze gegenüber der Dangaster Straße werden nicht komplett versiegelt“, sagt Klug: „Wir planen mit Rasengittersteinen“. Axel Neugebauer (Zukunft Varel) forderte die PKV auf, eine Ausgleichsfläche für die Versiegelung zu schaffen. Das sei in den Planungen enthalten. Klug: „Wir haben bereits 1000 Quadratmeter dieser Fläche als bienenfreundliche Blumenwiese angelegt.“

Olaf Ulbrich Redaktionsleitung Varel / Redaktion Friesland
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