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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Defekte Züge verärgern Pendler in Friesland

20.10.2017

Varel /Sande Zwei defekte Züge, die am Mittwochabend und Donnerstagmorgen im Bahnhof Sande liegengeblieben sind, haben die Pendler in Friesland verärgert. Was war passiert? Am 18. Oktober blockierte dort ein langer Güterzug den Personenverkehr der Nordwestbahn (NWB) der Strecke Sande-Varel, wenige Stunden später fiel ein NWB-Triebwagen aus und versperrte das Gleis 3 in Sande.

„Das kann schon mal passieren“, teilte Hans-Joachim Zschiesche vom Fahrgastverband „Pro Bahn“ am Donnerstag mit. Er kritisierte indes: „Doch viel schlimmer ist die Tatsache, dass keinerlei Durchsagen oder Infos an die vielen Pendler und Fahrgäste durchgegeben wurden.“

Als die Züge in Richtung Oldenburg und Wilhelmshaven mit erheblicher Verspätung fuhren, „wurde der Verkehr im dreigleisigen Bahnhof Varel komplett auf Gleis 3 abgewickelt, ebenfalls ohne jegliche Hinweise“, berichtete Zschiesche. Die Fahrgäste nach Oldenburg, die fahrplanmäßig immer auf Gleis 1 abfahren, „mussten sich ganz schön über die steile Überführung sputen, um ihren Zug noch zu bekommen, als dieser im Gleis 3 Einfahrt hatte“.

NWB-Sprecherin Stephanie Nölke bestätigte am Mittwoch auf NWZ-Nachfrage die Vorfälle und bedauerte die Unannehmlichkeiten. „Unsere Triebwagenführer haben eine abweichende Einfahrt in Varel bekommen.“ Warum es keine Durchsagen oder Hinweise über die Laufschrift am Bahnsteig gab, könne sie nicht mehr nachverfolgen. „Das ist Hoheitsgebiet der Deutschen Bahn“, sagte Nölke: „Der dortige Fahrdienstleiter stellt die Signale.“ Darauf, dass alle Fahrgäste mitkommen, würden die Triebwagenführer achten. „In solchen Fällen sind sie angehalten, aus dem Fenster zu schauen, ob noch Leute auf dem Bahnsteig sind, die mitwollen.“

Auch die Störung am Triebwagen am Mittwoch bestätigte Nölke. „Die Fahrten in Varel gingen zwar pünktlich los, aber nur bis zur Gleiswechselstelle ,Schwarzer Rabe‘ bei Ellenserdammersiel“, so Zschiesche. An der Baustelle zeigte das Signal in Richtung Sande 30 Minuten „rot“. „Es gab zwar Infos im Zug, aber die NWB fuhr in Sande am Gleis 4 ohne Halt bis Wilhelmshaven durch, da der defekte Zug das einzige Gleis 3 für den Personenverkehr blockierte.“

„Es war nicht klar, wann der Defekt behoben ist. Deshalb haben wir uns entschieden, Sande ausnahmsweise auszulassen“, begründete Stephanie Nölke. Die zweite Möglichkeit wäre gewesen, den Zug so lange im Vareler Bahnhof stehen zu lassen, bis der aus Sande vorbei ist.

Um solche Probleme künftig zu vermeiden, erneuerte „Pro Bahn“ die Forderung nach einem neuen Mittelbahnsteig in Sande.

Olaf Ulbrich
Redaktionsleitung Varel
Redaktion Friesland
Tel:
04451 9988 2501

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Pro Bahn | NordWestBahn | Deutsche Bahn

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