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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Sie warnen vor neuer Volksdroge

20.07.2019

Varel Suchtmittel Nummer eins in Friesland ist und bleibt der Alkohol. 219 Frauen und Männer kamen 2018 wegen Alkoholproblemen zur Suchtberatung Friesland. Damit stellen sie die mit Abstand größte Gruppe der insgesamt 398 Menschen, die im vergangenen Jahr längerfristig beraten wurden. Das geht aus der Statistik hervor, die die Suchtberatung mit Sitz in Varel und Jever jetzt vorgestellt hat.

„Eine steigende Tendenz gibt es bei Cannabis“, sagte Diplom Pädagogin Imke Janssen, „es ist zur neuen Volksdroge geworden“. 66 Frauen und Männer kamen deshalb zur Beratung. Janssen warnte vor dem Konsum. Cannabis sei vor allem für Jugendliche kritisch. Es sei bewusstseinsverändernd, die Motivation breche ein und die Konsumenten wirken planlos. „Außerdem ist es verboten“, mahnte die Pädagogin vor Konsequenzen.

Die Warnung vor Cannabis sei auch wichtiger Bestandteil der Prävention. In 37 Veranstaltungen in Schulen und Betrieben hat die Suchtberatung Friesland im vergangenen Jahr 900 Jugendliche und 80 Erwachsene erreicht.

Neben Alkohol und Cannabis liegt pathologisches Glücksspiel mit 37 Beratungsfällen auf Platz drei berichtete Imke Janssen und konnte eine positive Nachricht verkünden: „Städte und Gemeinden sind aufgewacht und haben das Problem erkannt“, sagte die Pädagogin.

Präsent war 2018 auch das Thema Abhängigkeit von neuen Medien. Es habe 2018 jedoch nur wenige Beratungsnachfragen gegeben. „Aber die Dunkelziffer ist hoch“, sagte Janssen. Sie geht von einem wachsenden Beratungsbedarf aus.

Die Suchtberatung hat den insgesamt 398 Beratungssuchenden aus den Bereichen Alkohol, illegale Drogen und Glücksspiel in Einzel- und Gruppensitzungen geholfen. Die größte Gruppe stellen mit 28 Prozent die 50- bis 60-Jährigen. 232 der Beratungssuchenden waren Männer, 166 Frauen. „Sucht ist männlich dominiert“, sagte Imke Janssen“, „aber die Frauen holen auf.“

Traute Börjes-Meinardus Varel / Redaktion Friesland
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