• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Abriss der Bahnbrücke wird immer wahrscheinlicher

07.02.2019

Varel Die Ergänzung, die Karl-Heinz Funke vorgeschlagen hat, ist kurz, könnte aber große Auswirkungen haben. Denn der letzte Satz unter der Beschlussvorlage über die Zukunft der Fußgängerbrücke am Vareler Bahnhof könnte das Schicksal des denkmalgeschützten Gebäudes von 1913 besiegeln. „Das Ziel der Stadt Varel besteht in einer möglichst raschen Herstellung der Barrierefreiheit aufgrund der Basis geltender Rechtsvorschriften. Das schließt auch ein, dass die Brücke aus dem Denkmalschutz herausgenommen und abgebrochen wird.“

Erhalt oder Abbruch, darüber wurde in den vergangenen Jahren heftig diskutiert. Und es war auch am Mittwoch Thema bei weiteren Gesprächen, die die Stadtverwaltung mit der Deutschen Bahn und der Denkmalschutzbehörde über die Zukunft der Brücke in Hannover geführt hat. „Wir gehen ergebnisoffen in die Gespräche“, sagte Stadtplaner Olaf Freitag am Dienstagabend.

Der Planungsausschuss gab kurz zuvor Bürgermeister Gerd-Christian Wagner einstimmig einen Blankoscheck mit auf den Weg. Sprich: Alles ist möglich und wird von der Vareler Politik akzeptiert. Erst recht durch den Zusatz von Funke. „Wer Denkmalschutz will, muss auch Geld mitbringen“, begründete er.

Damit zielte der ehemalige Bundeslandwirtschaftsminister sowohl auf die Aussage von Niedersachsens Wissenschafts- und Kulturminister Björn Thümler und Varels Bürgermeister Gerd-Christian Wagner. Beide forderten während des Neujahrsempfangs der Vareler CDU im Januar den Erhalt im Sinne des Denkmalschutzes. Da das Gebäude aber im Eigentum der Bahn ist, entscheidet das Eisenbahnbundesamt. Und das wird ohne Zuschüsse von Land und Stadt den Denkmalschutz vielleicht vernachlässigen, mutmaßte Funke.

Zwar plante die Bahn zunächst die Anhebung der Brücke um 80 Zentimeter, damit im Zuge der Elektrifizierung der Strecke Oldenburg-Wilhelmshaven darunter ein Fahrdraht verlegt werden kann. Da die Kosten aber zu hoch sind, beantragte das Unternehmen nun den Abriss und Neubau des Übergangs von Gleis 1 nach Gleis 3 samt zweier Fahrstühle.

Das ist – aus Gründen des Denkmalschutzes – allein mit dem Argument der wirtschaftlichen Unzumutbarkeit allerdings nicht möglich. Ein Abriss komme nur dann infrage, wenn technisch nachgewiesen werden kann, dass die Anhebung unmöglich ist. Diese „fehlende Realisierungsmöglichkeit“ solle in den Gesprächen mit der Bahn beraten werden. Ein Gutachter hat sich die Brücke Ende 2017 angesehen und die technische Machbarkeit des Projektes an dem 120 Jahre alten Betonbauwerks infrage gestellt.

Olaf Ulbrich Redaktionsleitung Varel / Redaktion Friesland
Rufen Sie mich an:
04451 9988 2501
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.