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Dachstuhl in Flammen – Feuerwehr rettet Hunde
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Aktualisiert vor 30 Minuten.

Großeinsatz Bei Brand In Ganderkesee
Dachstuhl in Flammen – Feuerwehr rettet Hunde

NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Rennsportgeschichte aus der Scheune

26.01.2019

Varel Eigentlich war Jan-Rouven Weitowitz gedanklich schon im Feierabend, als doch noch ein Gast in das Hotel in Oldenburg kam, in dem er vor zwei Jahren noch arbeitete. Es war ein älterer Herr, der sich zu ihm an die Rezeption stellte und von einem alten Bauernhof erzählte, den er sich gekauft habe. In einer Scheune stünde auf ein paar Paletten auch noch ein altes Auto, „so’n ganz buntes“.

Jan-Rouven Weitowitz wurde hellhörig. Schließlich bastelt der Vareler schon seit seiner Studentenzeit an alten Autos herum. Besonders die älteren Opel- und Volkswagen-Modelle haben es ihm angetan. „Ich fahr’ auch gerne Neuwagen, aber das hat mit Autofahren heute ja kaum noch was zu tun. Es wird einem alles abgenommen“, erklärt Jan-Rouven Weitowitz seine Leidenschaft für alte Autos. „Hier stinkt es noch und macht Krach.“ Also besorgte er sich einen Anhänger, fuhr in die Nähe von Viersen bei Mönchengladbach und schaute sich den Scheunenfund genauer an.

„Der Wagen war fest verwurzelt mit den Paletten und es war schwarz vor Dreck“, erzählt Jan-Rouven Weitowitz. Vögel und Ratten hatten ihre Spuren auf dem Auto hinterlassen, den Zahnriemen konnte Jan-Rouven Weitowitz mit den Fingern zerreiben. „Die Reifen waren so hart, das ganze Platten davon abgebrochen sind.“ Aber: Verrostet war an dem Wagen nichts – und deshalb dachte sich der Hobbyautoschrauber: „Daraus kann man was machen.“ Die große Überraschung sollte da aber noch kommen.

Zuerst kam der Dreck runter. Ein Bekannter von Jan-Rouven Weitowitz – von Beruf Kfz-Gutachter – schaute sich das Fahrzeug an und kam zu dem Schluss: „Das kommt mir irgendwie bekannt vor.“ Er überprüfte die Daten aus dem Fahrzeugbrief, der im Handschuhfach lag – und siehe da: Es war nicht einfach nur irgendein Rennwagen, den Jan-Rouven Weitowitz da aus einer Scheune in Viersen geholt hatte, sondern ein VW Scirocco 2, mit dem der Rennfahrer Karl-Heinz Kuhlendahl 1985 den Veedol Langstreckenpokal und das 24-Stunden-Rennen am Nürburgring in seiner Klasse gewann.

So ein Auto wollte Jan-Rouven Weitowitz natürlich nicht einfach vergammeln lassen. Also zerlegte er den Wagen in seine Einzelteile und machte ihn mit Hilfe diverser Fachfirmen in ganz Deutschland wieder flott. In der Scheune in Viersen landete der Rennwagen wahrscheinlich aufgrund eines Motorschadens, denn der Kolben war im Brennraum festgerostet.

Mitte Februar wird das Auto außerdem nach Wolfsburg gebracht. Im Volkswagen Museum wird es dann in einer Scirocco-Sonderausstellung sechs Monate lang der Öffentlichkeit präsentiert. Der Kontakt dafür kam über Jan-Rouven Weitowitz’ Mitgliedschaft in der Scirocco-Original-Interessengemeinschaft zustande.

Und nach der Ausstellung? Dann will Jan-Rouven Weitowitz mit dem Auto das tun, wofür es 1982 gebaut wurde: Rennen fahren.


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Christopher Hanraets Varel / Redaktion Friesland
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