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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Will Airbus Tochterkonzern Premium Aerotec verkaufen?

26.09.2017

Varel Was ist dran an den Gerüchten, dass der Flugzeugbauer Airbus seinen Tochterkonzern Premium Aerotec (PAG) verkaufen möchte? Auf Nachfrage der NWZ wollte keiner der Beteiligten am Montag Stellung zu den Spekulationen beziehen, über die die Zeitung „Die Welt“ am Samstag berichtete.

PAG-Sprecher Markus Wölfle verwies auf den Mutterkonzern. Und die Nachricht, die aus der Airbus-Zentrale kam, war auch nicht viel aufschlussreicher. „Wir sind mit Gerüchten über einen Verkauf von Premium Aerotec seit mehr als einem Jahrzehnt konfrontiert“, teilte Sprecher Stefan Schaffrath mit: „Wir kommentieren diese aus Prinzip nicht.“ Ein klares Dementi ist dieses indes nicht.

In Branchenkreisen zirkulieren Informationen, dass Airbus Premium Aerotec ganz oder teilweise an den kanadischen Finanzinvestor Onex veräußern wolle.

Doch welche Auswirkungen könnte der Verkauf auf das PAG-Werk in Varel mit den insgesamt 1500 Mitarbeitern haben? Sowohl der Betriebsrat Jürgen Bruns als auch Thomas Busch, Gesamtbetriebsratsvorsitzender der PAG und stellvertretender europäischer Betriebsratsvorsitzende der Airbus-Gruppe, waren für eine Stellungnahme am Montag nicht zu erreichen.

Fest steht: Der Standort mit dem Werk am Riesweg weist einen sehr hohen Spezialisierungsgrad im Bereich der Hochleistungsfräs- und Zerspanungstechnik auf. Mit einem der mordernsten Maschinenparks Europas werden in Friesland hochkomplexe Zerspanteile sowie Dreh- und Frästeile aus Aluminium, Stahl und Titan für alle Baumuster der Airbus-Familie, den Militärtransporter A400M und den Eurofighter produziert.

Doch vor allem mit dem industriellen 3-D-Druck, der so genannten additiven Fertigung, gehören die Vareler weltweit zu den Vorreitern dieser modernen Produktionstechnik. Und damit sind sie auch für den weiteren Markt interessant.

Dabei schaut sich Premium Aerotec bereits in anderen Branchen um. Im Mai starteten PAG, der Autobauer Daimler und der 3-D-Druck-Spezialist Eos im Technologiezentrum des Aeroparks das Projekt „NextGenAM“. Dort wollen sie binnen 18 Monaten gemeinsam die nächste Generation der additiven Fertigung (AM) entwickeln. Das Ziel: Industriell gefertigte Aluminium-Teile aus dem 3-D-Drucker – auch für Autos. In Varel wurden dafür sechs Millionen Euro investiert.