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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Varels blecherner Kreisel

04.09.2019

Varel Schön ist es nicht, aber offenbar notwendig: Der Kreisverkehr auf der Bundesstraße 437 auf Höhe des Tweehörnwegs liegt voll mit großen Metallplatten – und das nicht zum ersten Mal. Immer wieder wird der Kreisverkehr mit diesen großen Platten abgedeckt, drumherum stehen Warnbaken. Das Ganze ist mittlerweile zu einer Art Dauerprovisorium geworden.

Sinn und Zweck der Platten: Der Kreisverkehr soll für Schwertransporte passierbar gemacht werden. Weil der Kreisverkehr aber zu eng für die Transporter mit Überlänge ist, müssen die Fahrzeuge eine Abkürzung über die Mittelinsel nehmen. Damit die beim Überfahren nicht allzu sehr ramponiert wird, werden dort die Platten verlegt.

Laut Wilfried Alberts vom Ordnungsamt der Stadt Varel werden die Platten dieses Mal noch voraussichtlich bis Mitte Oktober auf dem Kreisverkehr liegenbleiben. 30 Schwertransporte sollen dort insgesamt über die Straße rollen. Geladen haben sie Bauteile für Windkraftanlagen. „Da können wir leider nichts dran ändern“, sagt Alberts. Im Interesse der Stadt sei dieses Bild am Kreisverkehr aber keinesfalls. Schließlich handele es sich um das Eingangsbild Varels. Auch viele Vareler stören sich daran, wenn der Kreisel mit Metallplatten zugepflastert wird.

Zumal die Grünanlagen bei den Transporten in Mitleidenschaft gezogen werden. Zwar gebe es immer ein Beweissicherungsverfahren und die Grünanlagen sollten nach Transporten im Frühjahr wieder neu angelegt werden, aber das wurde wieder zurückgestellt, weil sich die nächsten Transporte ja schon wieder abzeichneten.

In der Stadtverwaltung will man diesen Zustand nicht länger hinnehmen und fordert die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLSTBV) dazu auf, sich Gedanken darüber zu machen, wie man den Kreisverkehr anders gestalten kann, so dass die Schwertransporte auch durch den Kreisel kommen, ohne dass dort Metallplatten ausgelegt werden müssen. Der Kreisverkehr fällt in die Zuständigkeit der NLSTBV, weil es sich um eine Bundesstraße handelt. In die Verantwortung der Stadt fällt lediglich die Bepflanzung der Mittelinsel.

Konkrete Planungen gibt es laut Frank Buchholz von der zuständigen NLSTBV-Stelle in Aurich aber nicht. Was am Vareler Kreisel möglich ist, hängt laut Buchholz von den „Schleppkurven“ der Gespanne ab. Sprich: Von dem Platz, den die Fahrzeuge brauchen, wenn sie in eine Kurve fahren.

Möglichkeiten, einen Kreisverkehr auch für große Fahrzeuge passierbar zu machen, gibt es aber mehrere. So wurde laut Buchholz im Landkreis Leer die Innenfläche eines Kreisels etwas eiförmig gestaltet, damit längere Fahrzeuge besser hindurchkommen. Denkbar wäre auch, in dem Kreisverkehr dort, wo jetzt die Stahlplatten liegen, zu pflastern. Eine weitere Möglichkeit: Einen Weg mitten durch die Mittelinsel anlegen, der von Pollern oder Schranken abgesperrt wird, wenn gerade kein Schwertransport hindurch rollt. Sonst könnte jeder den Weg als Abkürzung missbrauchen.

Christopher Hanraets Varel / Redaktion Friesland
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