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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Verkaufszahlen In Varel Steigen: SUV-Debatte kein Thema auf dem Land

13.09.2019

Varel /Zetel Ein Unfall in Berlin, bei dem vier Personen von einem SUV (Sport Utility Vehicle) erfasst werden und anschließend starben, entflammt eine Debatte. Es fallen Begriffe, wie SUV-„Panzer“, und Forderungen von Obergrenzen werden laut. Die Debatte hatte die Deutsche Umwelthilfe (DHU) entfacht. Unter anderem werden die Geländewagen auch als „Klimakiller“ bezeichnet.

Dass es eine Abkehr von SUV gibt, sei in Varel und der Friesischen Wehde allerdings nicht zu bemerken. Im Gegenteil, die Verkaufszahlen würden ansteigen, ergab eine nicht repräsentative Umfrage des Gemeinnützigen.

„Bis vor ein paar Tagen als der Unfall geschehen ist, war es kein Thema“, sagt Dieter Rehm, Inhaber des Autohauses Rehm in Varel. Trotzdem würden dort die SUV weiter gekauft. „Ältere Herrschaften, die gerne höher sitzen wollen, kaufen sich diese Fahrzeuge.“

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Auch über das Thema Schadstoffe würden die Käufer nicht nachdenken. „Wir haben mit diesen Fahrzeugen nun die neusten Abgasnormen, die Euro 6, von daher haben wir das Problem nicht“, sagt Rehm und fügt hinzu: „Wir erfüllen ja die Wünsche der Kunden, und wir haben diese Fahrzeuge hier, weil unser Hersteller sie herstellt und unsere Kunden ein solches Fahrzeug haben wollen.“

Beim Vareler Autopark Henseleit würden immer mehr SUV verkauft werden: „Wenn man ein modernes Auto haben will, muss es schon fast ein SUV sein“, sagt Verkäufer Mario Harms. Die Frage nach dem CO2-Ausstoß würde dabei auch hier keine Rolle spielen: „Wenn ich hätte, könnte ich auch noch ein Euro-5-Auto verkaufen. Es interessiert hier oben ja keinen, wir haben ja keine Fahrverbote wie in Großstädten.“

Die Gründe für den Kauf eines SUV würden dabei neben dem bequemeren Sitzen, wie Rehm sagt besonders bei dem Preis-Leistungs-Verhältnis liegen. „Allein BMW, der höhere gelegene ist günstiger als eine Limousine“, sagt Harms. Zudem würden Hybride Antriebssysteme zuerst in SUV verbaut werden, wie der Verkäufer sagt.

Weder der Unfall in Berlin, noch die Abgaswerte sind Thema beim Autohaus Penning in Zetel: „Die SUV werden gekauft wie nichts Gutes“, sagt Verkäufer Marco Durka. Von der jungen Familie über Singles bis hin zu älteren Personen: Jeder würde so ein Auto kaufen. Die Abgaswerte seien zudem auch nicht viel schlechter als bei einem VW-Bus. Auch hier spiele der Preis wieder eine Rolle. Denn nicht jeder könne sich einen VW-Bus leisten, der noch schlechtere Abgaswerte habe. „Auf der anderen Seite: Wenn ich nicht mehr vernünftig in ein Auto steigen kann, brauch ich halt etwas höheres, und da ziehen sich auch die Hersteller immer weiter zurück, weil die Leute nach SUV fragen“, sagt der Verkäufer.

Dass gerade die SUV so gefährlich auf den Straßen sein sollen, sieht Durka nicht. „Es ist immer nur eine Frage, wie man damit umgeht“, findet der Verkäufer. „Klar ist es ein großes Auto, aber ich sag mal: Wenn ich mit einem Familien-Van durch die Gegend fahre, ist es auch ein großes Auto, hat dasselbe Gewicht, hat denselben CO2-Ausstoß. Und wenn da jemand drin sitzt, der nicht aufpasst, ist es genauso gefährlich wie ein SUV oder ein Smart“, sagt Durka. Auch Rehm ist dieser Meinung: Es würden immer wieder Debatten um bestimmte Themen aufkommen . „Und das ist im Moment dann der SUV oder soll es werden“, sagt Rehm.

Soeke Heykes Volontär, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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