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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Viele Fragen sind noch zu klären

05.09.2012

Hooksiel Die Hooksieler Mole ist im Entwurf fertig – allerdings sind noch viele Fragen offen. Geplant ist eine etwa 230 Meter lange, von Spundwänden eingefasste Steinschüttung mit einem 2,50 Meter breiten Holzsteg darauf und einer Aussichtsplattform am Ende. Damit erhält Hooksiel nicht nur eine Mole, die den Hafen künftig frei von Sand halten soll, sondern auch eine touristisch nutzbare Seebrücke (die NWZ  berichtete).

Offen sind allerdings noch die genaue Lage der Mole und die genaue Länge: „Die Hooksieler Mole ist ein sehr schwieriges Bauwerk“, sagt Torsten Meuer von der Bautechnik der Gemeinde Wangerland. Denn in die Planung einbezogen werden müssen die Gezeiten, wechselnde Strömungen mit unterschiedlichen Sandfrachten und verschiedenen Strömungsgeschwindigkeiten. „Wir haben mehrere Messungen für verschiedene Parameter vorgenommen, aber die Auswertung steht noch aus“, so Meuer.

So ist zurzeit noch offen, ob und wie der Jade-Weser-Port die Strömungsverhältnisse in der Jade verändert hat – dann müssten neue Strömungskarten erstellt werden. Erst wenn diese Fragen geklärt sind, können die Detailplanungen für den Molenbau beginnen.

„Noch wissen wir auch gar nicht, ob die Mole ihre Funktion erfüllen wird“, erklärt Meuer: Die Mole soll einerseits den Hooksieler Hafen von Schlick freihalten und andererseits dafür sorgen, dass sich am Hooksieler Badestrand rund ums Gebäude 1 wieder Sand ablagert. Wie berichtet, nagt die See seit Jahren am Badestrand, von einst einigen hundert Metern Strand sind knapp 20 Meter übrig geblieben – auch die Deichsicherheit ist davon betroffen. Deshalb wird es auch zur erwarteten Sandablagerung noch Messreihen geben.

Und nicht zuletzt muss noch geklärt werden, wie sich das Molenbauwerk möglicherweise auf den Nationalpark Wattenmeer auswirkt.

Finanziellen Spielraum hat die Wangerland Touristik GmbH als Bauherrin der Mole trotz der Notwendigkeit, das Bauwerk an die Gegebenheiten anzupassen, nicht: Wie berichtet, soll die Mole maximal 5 Millionen Euro kosten, 4,5 Millionen Euro zahlt das Land. Im Gegenzug hatte die Gemeinde Wangerland auf die Prädikatisierung Hooksiels als Nordseebad verzichtet.

„Obwohl noch viele Parameter offen sind, wollen wir noch in diesem Jahr ins Genehmigungsverfahren gehen. Der Baubeginn ist für nächstes Jahr geplant – das sind zurzeit noch ehrgeizige Ziele“, sagt Torsten Meuer.

Melanie Hanz
Agentur Hanz
Redaktion Jever
Tel:
04461 965311

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