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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Vielfalt ist auch ein Stück Lebensqualität

28.03.2014

Varel Stellen Sie sich, sehr geehrte Leserinnen und Leser, einmal einen Augenblick lang eine Innenstadt ohne Fachgeschäfte und Handelsbetriebe vor. Was würde das für Varel, eine Stadt mit ausgeprägter Fachhandelsstruktur, bedeuten? Kein Juwelier, kein Zigarrengeschäft, kein Weinladen, keine Fleischerei, keines für Bastelbedarf oder Sanitätshausartikel, keiner, der Küchenmesser schärft, Schuhe repariert, Bekleidung, Bücher oder Tageszeitungen verkauft?

Für Apothekerin Wiebke Rüther, stellvertretende Vorsitzende der Werbe-Gemeinschaft Varel, eine schreckliche Vorstellung. „Die Fußgängerzone hätte keine Bedeutung. Ohne Geschäfte wäre in Varel nichts los.“ Selbst die Vorstellung einer Innenstadt, die ausschließlich dem Wohnen dient, wäre schwer vorstellbar, ohne Geschäfte und die ihnen verbundenen Dienstleister. In manchen Städten der USA, Amarillo in Texas wäre so ein Großstadt-Beispiel, gibt es keine Innenstadt. Die Bürger dort kaufen am Highway ein oder bestellen bei Versandhändlern im Internet. „Als Kundin bin ich froh, wenn ich alles vor Ort habe“, sagt Wiebke Rüther, die als Unternehmerin freilich auch weiß, was es bedeutet, in der Innenstadt ein Unternehmen zu führen. „Als Unternehmerin lebe ich auch von dem Lauf. Je weniger Geschäfte, desto weniger Lauf, desto mehr leiden die verbliebenen Läden“, weiß sie.

„Wir versuchen ja, vieles zu machen“, sagt ihr Nachbar Eckhard Klein, Juwelier und Vorsitzender der Werbe-Gemeinschaft, und weist auf die frühlingshaft bestückten Blumenbeete, die die Kaufleute der Innenstadt pflegen und finanzieren. Dazu kommen die Veranstaltungen von Spargelmeile bis Kürbisfest, die Werbe-Gemeinschaft und Stadtmarketing organisieren.

Insa Jung, Projektleiterin beim Stadtmarketing Varel, ist an der Organisation vieler Veranstaltungen der Werbe-Gemeinschaft beteiligt. Sie verweist auch auf den Aspekt der persönlichen Beratung: „Gerade dieser persönliche Kontakt zum Kunden ist für mich das Salz in der Suppe – das habe ich nicht beim Kauf im Internet. Klar, kann ich auch hier Rezensionen lesen und mir ein Bild von einem Produkt machen, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass die fachliche Beratung vor Ort mich manches Mal anders entscheiden lässt, als ich es vielleicht im Vorfeld gedacht habe“, sagt die Betriebswirtin.

Erst schauen, was die Kaufleute vor Ort anbieten, das ist die Devise von Matthias Brauer, Vorsitzender der Wirtschaftsförderungsgesellschaft. Varel sei ein „qualitativ hochwertiger Einkaufsstandort mit gut strukturiertem Einzelhandel und Gastronomie. Das ist ein Stück Lebensqualität. Das kommt nicht den Bürgern zugute, sondern ist auch für den Tourismus von Bedeutung und damit ein weicher Standortfaktor. Es ist wert, ihn zu erhalten.“

Hans Begerow
Leitung
Politik/Region
Tel:
0441 9988 2091

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