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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Vier Hektar beplanbare Fläche gewonnen

03.09.2015

Hooksiel /Wilhelmshaven Zweieinhalb Jahre lang haben die Gespräche und Verhandlungen gedauert: Nun ist der städtebauliche Vertrag zwischen Stadt Wilhelmshaven, den Firmen Deutsche Flüssigerdgas Terminal Gesellschaft (DFTG) und Vynova (ehemals Ineos Vinyls) auf dem Voslapper Groden, der Gemeinde Wangerland, dem Landkreises Friesland und dem Land unterschrieben und gültig.

Mit diesem neuen Vertrag werden einige Festlegungen der Vereinbarung zur Nutzung des Freizeitgeländes von 1978 gelockert, in der unter anderem ein absolutes Wohnverbot für den Bereich zwischen Seedeich und Hooksmeer festgesetzt war.

Der überplanbare Bereich. BILD: Melanie Hanz

Einleitung des Planverfahrens

Mit Vertragsabschluss hat die Gemeinde Wangerland nun eine gut vier Hektar große überplanbare Fläche gewonnen. Sie erstreckt sich von der Marina Hooksiel bis zur Deichstraße. Möglich sind dort nun Hotel und oder Camping, Ankerplätze für Hausboote und feste Freizeit- und Erholungseinrichtungen.

Die Gemeinde Wangerland wird noch im September die Planänderung einleiten.

So heißt es im Vertragsentwurf: „Grundsätzlich wird die Möglichkeit gesehen, dass an bestimmten Stellen im Bereich des Freizeitgeländes nördlich des Hooksieler Binnentiefs Übernachtungseinrichtungen geschaffen werden, vorausgesetzt, dass dies sich nicht nachteilig auf die Nutzung der Industrieflächen südlich des Hooksieler Binnentiefs auswirkt.“

Nach der neuen Vereinbarung sind nun im westlichen Bereich des Freizeitgeländes zwischen Marina und Seedeich Übernachtungsbetriebe möglich. Um zu dieser Neuregelung zu kommen, wurden Störfallrecht und Lärmschutzwerte überprüft. Das Störfallrecht spielt keine Rolle mehr, wohl aber die Lärmemissionen der Industrie: Reine Wohngebiete sind deshalb auch in Zukunft im Freizeitgelände nicht möglich – wohl aber Hotels.

Laut Vertragsentwurf wird „grundsätzlich die Möglichkeit einer verstärkten touristischen Nutzung gesehen (...). Es muss jedoch sichergestellt sein, dass die gegenwärtige und zukünftige Nutzung der südlich des Hooksieler Binnentiefs auf dem Gebiet der Stadt Wilhelmshaven gelegenen Industrieflächen hierdurch aktuell und auch langfristig keine Beschränkungen erleidet“.

Zustande gekommen ist die neue Vereinbarung im Rahmen der Beratungen über einen Pachtvertrag fürs Freizeitgelände zwischen Gemeinde und Land: N-Ports hatte alle Betroffenen an einen Tisch geholt, um auszuloten, welche Möglichkeiten zur touristischen Weiterentwicklung es im Hooksieler Freizeitgelände gibt.

Alle Beteiligten an den Vertragsverhandlungen – darunter die Bürgermeister Wangerlands und Wilhelmshavens, Björn Mühlena und Andreas Wagner, Mathias Lüdicke von N-Ports, Rolf Neuhaus vom Landkreis, Vertreter von Vynova und des Wangerländer Gemeinderats – hatten sich am Mittwoch im Restaurant „Muschel“ mit direktem Blick aufs Hooksmeer zur Feierstunde bei Kaffee und Kuchen getroffen und klopften sich gegenseitig auf die Schultern. „Die Neuregelung zu erreichen war nur möglich mit Ausdauer und dem guten Willen aller“, betonte Lüdicke. Der Vertrag biete beiden Seiten nun Entwicklungsmöglichkeiten.

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Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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