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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Flurbereinigung im Wangerland: Zwei weitere Verfahren in Planung

04.12.2020

Wangerland Straßensanierung und Renaturierungsmaßnahmen – das sind heute Ziele von Flurbereinigungsverfahren. Im Wangerland ist jetzt die Flurbereinigung für das Gebiet Oldorf-St. Joost eingeleitet worden – zwei weitere Flurbereinigungsverfahren sind in Planung. Das berichtete Frederik Meiners, Projektleiter bei der Flurbereinigungsbehörde in Aurich, am Mittwoch im Wangerländer Bauausschuss.

Weil die EU die Zuschüsse zur Flurbereinigung ab 2021 auf 2 Millionen Euro pro Verfahren deckelt, wurde das geplante Bereinigungsgebiet Tettens-Middoge mit 3000 Hektar Fläche und 450 Beteiligten geteilt – die Grenze bildet das Tettenser Tief: Für den Teilbereich Middoge-Tettens wird 2021 die Genehmigung und Anordnung erwartet, der Teilbereich Tettens Ost soll zwei Jahre später folgen.

Für die Gemeinde Wangerland sind Flurbereinigungsmaßnahmen eine günstige Chance, ihre Gemeindestraßen saniert zu bekommen, so bezeichneten Heiko Menkens (CDU) und Johann Wilhelm Peters (SPD) die Verfahren auch als „Glücksfall“. Denn bis zu 75 Prozent der Kosten tragen EU, Bund und Land, 25 bis 30 Prozent teilen sich Gemeinde und Eigentümer.

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Eigentümer im Gebiet Oldorf-St. Joost lehnen Bereinigung ab

Mehrere Grundeigentümer im Flurbereinigungsgebiet Oldorf-St. Joost bezweifeln den Sinn der nun beginnenden Flurbereinigung; ihre Kritikpunkte:
 Schlechte Information: Die Flurbereinigungsbehörde informiert über öffentliche Bekanntmachungen in Zeitungen und Internet – doch wer keine Zeitung bezieht, bekommt davon nichts mit. Die Grundeigentümer fordern deshalb, dass künftig jeder im Flurbereinigungsgebiet direkt per Schreiben informiert wird.
 Für viele keine Vorteile, aber Kosten: Die Grundeigentümer bemängeln, dass sie für die Erneuerung einiger weniger Straßen und sogar Privatwege mitbezahlen müssen, wovon sie selbst gar nichts haben. Sie fordern, dass der Eigenanteil der Gemeinde Wangerland von 15 Prozent auf 25 bis 30 Prozent aufgestockt wird, denn schließlich sei es Aufgabe der Gemeinde, ihre Wege und Straßen in Schuss zu halten. Die Flurbereinigung wird zu 70 Prozent von EU, Bund und Land finanziert, die verbleibenden 30 Prozent teilen sich Gemeinde und Eigentümer.
 Umfahrung Oldorf über den Privatweg Uthauser Weg: Ein wichtiges Ziel der Flurbereinigung ist, Oldorf vom landwirtschaftlichen Verkehr zu entlasten. Angedacht ist dazu eine Umfahrung – die Eigentümerin des ins Auge gefassten Graswegs Uthauser Weg lehnt ab, dass der Weg in ihrem Eigentum ausgebaut, asphaltiert und zum allgemeinen Fahrweg wird. „Ich will mein Grundeigentum behalten“, betont Cornelia Albers: „Mein Weg steht nicht zur Verfügung.“

So stehen im Gebiet Middoge-Tettens Ausbaumaßnahmen am Triftsweg, Ziallernser Weg, Huniburger Weg, Hammhauser Weg, Middoger Weg, Wichtens-Tyedmers Warfen und Zissenhausener Weg an; entlang des Tettenser Tiefs sind Renaturierungsmaßnahmen geplant und zusätzlich will der Landkreis am Tettenser Tief ein neues Schutzgebiet schaffen.

Projektleiter Meiners stellte klar, dass die Flächen, die der Landkreis für Naturschutzmaßnahmen nutzen will, nicht einfach von den Eigentümern eingezogen werden können, wie das etwa für Straßenbau möglich ist: „Der Landkreis wird die Flächen freihändig einwerben – er kauft sie.“

Weil es beim gerade angelaufenen Flurbereinigungsverfahren Oldorf-St. Joost massiv Kritik von Grundeigentümern an der Informationspolitik seiner Behörde und der Maßnahme an sich gibt, wies Meiners darauf hin, dass die Teilnehmer im gesamten Verfahren über zehn Jahre die Möglichkeit haben, Widerspruch einzulegen. Im 5. Jahr des Verfahrens ist für alle Grundeigentümer ein Planwunschgespräch angesetzt: Darin werden der Grundbesitz, mögliche Flächentausche, Abfindungen und Abzüge für Straßen-/Wegebau betrachtet.

Die Flurbereinigung

Oldorf-St. Joost umfasst ein Gebiet von rd. 3242 Hektar in den Gemarkungen Hohenkirchen, Waddewarden, Oldorf, Wiarden, Wüppels, St. Joost

und Pakens und hat ca. 340 Teilnehmer.

Ziel der Flurbereinigung ist, die landwirtschaftlichen Produktions- und Betriebskosten zu senken. Und zwar durch eine Zusammenlegung von Ländereien und die Verbesserung der Wege. Nebeneffekte des Verfahrens sind Hochwasserschutz, Radwegeplanung und die Renaturierung von Gewässern.

Bei der Flurbereinigung werden rund 4 Millionen Euro bewegt – 70 Prozent zahlen Bund, Land und EU, 30 Prozent bringen Gemeinde und Teilnehmergemeinschaft auf. Knapp Dreiviertel der Summe, 3 Millionen Euro, fließen in den Wege-Ausbau.

Ein Ziel der Flurbereinigung wird insbesondere sein, Oldorf vom landwirtschaftlichen Verkehr zu entlasten. Geplant ist, einen Wirtschaftsweg auszubauen und zu asphaltieren, so dass landwirtschaftliche Gespanne in Zukunft nicht mehr über die Neuwarfer Straße mitten durchs Dorf fahren müssen.

Zur Vorbereitung der Flurbereinigung hatte ein Arbeitskreis – Landwirte, Gemeinde Wangerland, untere Naturschutzbehörde beim Landkreis, Landwirtschaftskammer, Kreislandvolk Friesland und Wasser- und Bodenverbände sowie Amt für regionale Landesentwicklung – ein Konzept erarbeitet.

Frederik Meiners beantwortet Fragen per E-Mail an Frederik.Meiners@arl-we.niedersachsen.de, Tel. 04941/ 17 62 43.

Melanie Hanz Redakteurin / Gesamtleitung Friesland
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