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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Winterstürme haben Deichen nicht geschadet

20.04.2018

Wangerland Die Deiche entlang der Küste des Wangerlands haben den Winter und damit vier Sturmflut sehr gut überstanden. Das ist das Ergebnis der Frühjahrsdeichschau des III. Oldenburgischen Deichbands. Am Mittwoch begutachtete die Kommission die Deiche und war sehr zufrieden mit dem, was sie in Augenschein nehmen konnten.

„Die Stürme sind spurlos an den Deichen vorbeigegangen“, sagte Dr. Martin Dehrendorf vom Landkreis. Das sei ein Zeichen für die solide Arbeit des III. Oldenburgischen Deichbands. Der Deichband pflege die Deiche mit Liebe und Akribie, das sei deutlich zu sehen.

Die höchsten Wasserstände wurden übrigens am 29. Oktober gemessen: Die Flut lag bei 2,5 Metern über den mittleren Werten. „Bei dieser Sturmflut sind auch leichtere Schäden aufgetreten, vor allem an den Zaunanlagen und an den Deckwerken“, sagte Deichvorsteher Eilt-Onno Garlichs. Auch wurde reichlich Teek angeschwemmt – insgesamt 12 000 Kubikmeter.

100 000 Euro kosteten die Beseitigung der Schäden und des Teeks. „Das ist eine beträchtliche Leistung, so viel Teek zu beseitigen“, lobte Dehrendorf. Das pflanzliche Treibgut wird gehäckselt und dann auf den Deich geblasen – dort verrottet es, ohne der Grasnarbe zu schaden.

Übrigens gibt es auch eine Lösung für den Sand, der bei heftigem Ostwind nahe der Strandkasse 1 in Hooksiel auf den Deich geweht wurde: Der Sand wird von den Deichabschnitten gebaggert. Für die kommende Sturmsaison denkt der III. Oldenburgische Deichband über das Aufstellen von Sandfangzäunen nach. „Das wäre eine erste Maßnahme“, sagte Garlichs.

Die Deichbaumaßnahme am Elisabethgrodendeich auf rund zwölf Kilometern Länge neigt sich langsam dem Ende zu. Seit dem Jahr 2000 arbeitet der III. Oldenburgische Deichband an der Erhöhung und Verstärkung des Deichs. Jetzt wurde Gras angesät. „Im Herbst soll die Maßnahme offiziell zum Abschluss kommen“, sagte Garlichs.

18 Jahre Bauzeit liegen dann hinter dem III. Oldenburgischen Deichband. Auch die letzten Arbeiten am Bau-Camp und das Aufstellen von Infotafeln am Deich sollen nun erfolgen. Allerdings wird in den kommenden Jahren noch das laufende Monitoringverfahren an den Kleipütten im Nationalpark fortgesetzt.

Parallel zu den Maßnahmen des III. Oldenburgischen Deichbands plant der Nachbarverband, die Deichacht Esens-Harlingerland, im Zuge der Deicherhöhung in Harlesiel, das Deichschart durch eine Deichrampe zu ersetzen. Die Bauarbeiten dafür sollen noch in diesem Jahr starten.

Auch die Arbeiten an der Neuprofilierung der 2. Deichlinie ab dem Schöpfwerk Hohenstiefersiel in Richtung Crildumersiel sollen in diesem Jahr fortgesetzt werden. Die Deichprofilierung war bereits 2017 begonnen worden, musste aber witterungsbedingt abgebrochen werden.

Ziel der Maßnahme ist vor allem, die Deichbinnenböschung abzuflachen, damit eine uneingeschränkte Pflege des Deichabschnitts mit Schafen, aber auch mit technischen Geräten möglich ist.

In die Deichbaumaßnahmen im Wangerland und in Wilhelmshaven investiert der III. Oldenburgische Deichband 2018 insgesamt fünf Millionen Euro.

Rahel Wolf
Agentur Hanz
Redaktion Jever
Tel:
04461 965312

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