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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Dem demografischen Wandel begegnen

13.04.2019

Wangerland Die Menschen im Wangerland werden älter und sie werden weniger – das sagen zumindest die Statistiker. Der demografische Wandel zeigt sich auf dem Land schneller und stärker als in den Städten, auch weil junge Menschen aus ländlichen Regionen abwandern.

Was also braucht ein Ort im ländlichen Raum, damit er lebenswert ist? Das war eine der zentralen Fragen, die am Freitag bei der Abschlussveranstaltung des Forschungsprojekts „Wat Nu? – Demografischer Wandel im Wattenmeerraum“ auf dem Podium in Horumersiel beantwortet wurde. Für Talke Hinrichs-Fehrendt vom Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems braucht es eine lebendige Zukunft, gesellschaftlichen Zusammenhalt, Daseinsvorsorge für Ältere, dementsprechende Infrastruktur, passende Wohnformen und Mobilität.

Aber auch die jungen Menschen müssten im Fokus bleiben, für sie muss es mit Kindergärten, Schulen, Arbeits- und Ausbildungsplätzen eine ebenso passende Infrastruktur geben. Auch Frieslands Erste Kreisrätin Silke Vogelbusch findet es besonders wichtig, dass junge Menschen in der Region gehalten werden. „Am besten ist, wenn sie für Studium oder Ausbildung gleich hier bleiben können“, meint sie.

Dem widerspricht Jannes Wiesner, Mitglied im Jugendparlament Friesland und Mitglied im SPD-Vorstand Wangerland. „Ich denke, dass es gut ist, wenn junge Leute nach der Schule erstmal in eine Großstadt gehen und die Region verlassen“, meint er. Es sei dann aber wichtig, Wege zu finden, wie die jungen Leute in ihre Heimatregion zurückgeholt werden können. „Das geht etwa durch Kooperationen zwischen Universitäten und dem ländlichen Raum“, glaubt er.

Mobilität, Infrastruktur, Nahversorgung, Gesundheitsversorgung, Arbeitsplätze, eine funktionierende Wirtschaft, Breitbandausbau – das alles braucht der ländliche Raum, um lebenswert zu sein.

„Beim demografischen Wandel wird oft auf die negativen Seiten geschaut, er kann aber auch als Chance für Innovation begriffen werden. Probleme könnten auch zum Anlass genommen werden, um sich zu fragen: ,Was kann man aus der Region machen?‘“, sagt Projektleiter Professor Dr. Ulrich Scheele.

Wie berichtet, haben sich die Wissenschaftler der Uni Oldenburg um Projektleiterin Kirsten Zander in den vergangenen drei Jahren mit dem demografischen Wandel in Norden, Spiekeroog, Juist und dem Wangerland beschäftigt. Aus dem Projekt ist im Wangerland der Mobilitätsverein hervorgegangen. Denn Mobilität in der Flächengemeinde ist ein drängendes Problem – der öffentliche Nahverkehr verdient seinen Namen nicht.

„Mir hat das Projekt sehr viel Spaß gemacht und es ist auch schön zu sehen, dass sich doch ein bisschen was bewegt“, sagte Kirsten Zander.

Auch Wangerlands Bürgermeister Björn Mühlena dankte den Forschern für ihr Engagement: „Wir haben nicht erwartet, das die Wissenschaftler Heilsbringer sind, aber wir haben tollen Input bekommen, was die Methoden für Beteiligung angeht“, sagte er. Denn herkömmliche politische Beteiligungsmodelle hätten den Nachteil, dass nicht alle mitgenommen werden. „Was von unten kommt, müssen wir fördern und mitnehmen, damit wir nicht aneinander vorbeileben“, sagte er.

Rahel Wolf Agentur Hanz / Redaktion Jever
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